Dirk Becker gewinnt – Hoffnung für Lemgo

beckerlogo.jpgEine bittere Niederlage für die SPD. Aber Dirk Becker holt den Wahlkreis Lippe I. Gratulation! Eine Belohnung für die Überzeugungsarbeit im Wahlkampf, vor allem aber auch für die anerkannt sachkundige Arbeit in den letzten vier Jahren im Deutschen Bundestag. Dirk Becker hat sich bei der Entwicklung positiver Rahmenbedingungen für regenerative Energien viel Anerkennung erworben. <!–more–>

Ein erster Blick auf die Wahlergebnisse zeigt auch in Lippe eine Stärkung der bisher kleineren Parteien bei abnehmenden Stimmanteilen für die großen Volksparteien. Dirk Becker hat in einem Gespräch mit der LZ bereits am Wahlabend deutlich gemacht, dass die SPD in den nächsten Monaten zu einer Neuorientierung kommen müsse. Es müsse eine inhaltlich überzeugende Oppositionsarbeit beginnen. Ohne falsche Tabus müssten mit allen anderen Oppositionsparteien die Gemeinsamkeiten gesucht werden, um der schwarz-gelben Regierung machtvolle Gegenentwürfe gegenüberzustellen.

Entgegen den entmutigenden Ergebnisse bei der Kommunalwahl konnte die SPD in Lemgo mit 34,33 % wieder stärkste Partei werden.Die CDU folgt mit 32,12 Prozent vor der FDP mit 12,17 % und den GRÜNEN mit 9,06 Prozent. Die LINKE erhält immerhin noch 7,29 Prozent.

Da die Wahlbeteiligung deutlich höher war als bei der Kommunalwahl, wird klar, dass eine geringe Wahlbeteiligung zu Lasten der SPD geht. Auch im Bund insgesamt ist die Beteiligung gegenüber der letzten Wahl noch einmal zurückgegangen. Das legt die Erkenntnis nahe, dass viele ehemalige SPD-Wähler und Sympathisanten nicht (mehr) zur Wahl gegangen sind.

Lemgoer Ergebnisse mit Konsequenzen

In Lemgo wird allerdings auch deutlich, es gibt noch Mehrheiten für die SPD. Es wird durch den noch einmal deutlich höheren Stimmenanteil für Dirk Becker klar, dass fachkundige politische Arbeit und ein engagierter Wahlkampf wahrgenommen und belohnt werden.

Für die SPD wird es in den nächsten Jahren entscheidend wichtig sein, dass es ihr gelingt, sozialdemokratische Sympathisanten zurückzugewinnen. Dazu ist eine aktivere Parteiarbeit unabdingbar. Dabei müssen neue Wege beschritten werden. Mehr Transparenz bei der politischen Entscheidungsfindung und mehr Bürgerbeteiligung sind gefordert. Die Bürgerinnen und Bürger müssen erleben, dass ihre Kritik, ihre Ideen und ihre Vorschläge von der SPD ernst genommen werden und in die politischen Gremien hineingetragen werden.

Das Willy-Brandt-Prinzip “Mehr Demokratie wagen” muss zunächst einmal für die eigene Parteiarbeit gelten. Damit kann überall in den Ortsvereinen und Stadtverbänden begonnen werden. Die SPD muss sich von unten her erneuern – mit breiter Bürgerbeteiligung.

Wenn es Übereinstimmungen in den Zielsetzungen und konkreten politischen Forderungen mit anderen Parteien gibt, sollte die SPD in Zukunft inhaltlich so selbstbewusst werden, dass sie jederzeit zu Gesprächen und zu gemeinsamen Aktionen bereit ist. Das gilt selbstverständlich auch für die LINKE.

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