Afghanistan: Ziviler Aufbau erhöht die Sicherheit der Soldaten

<img style=”align:left;display:absolute;” src=”http://gymnasium-blomberg.de/wiki/uploads/Archivtexte/StartSeite/Afghanistan1.jpg”alt=”Im HVG”>In der Diskussionsveranstaltung zum Thema “Weiter junge Leute nach Afghanistan” entwickelte sich nach dem Vortrag von Herbert Sahlmann (Bonn) und dem Interview mit Thorsten Engelhardt (Lemgo) eine äußerst engagierte Diskussion. Die unterschiedlichen Blickwinkel und Meinungen wurden beschrieben, wobei sich die Geister zunächst an der Frage nach der Bedeutung der militärischen Aktionen schieden.

Deutliche Kritik wurde dabei an der bisherigen Strategie der Amerikaner geübt. Insgesamt habe sich die Sicherheitslage ständig weiter verschärft. Teilweise ungläubiges, zum Teil auch anerkennendes Erstaunen erntete Herbert Sahlmann, der seine vielfältigen Kontakte in afghanischen Dorfgemeinschaften beschrieb, in denen er sich bewusst völlig unbewaffnet und ohne militärische Begleitung aufgehalten habe.

Thorsten Engelhardt fasste die Erkenntnisse so zusammen: “Das Militär kann nur zu 20 Prozent zu einer friedlichen Aufbauentwicklung beitragen, aber 80 Prozent müssen durch zivilen Aufbau erreicht werden. Zurzeit ist dieses Verhältnis eher umgekehrt.” Es wurde von einigen Diskussionsteilnehmern die Befürchtung geäußert, dass ein Umsteuern nicht gelinge und dadurch die Bundeswehr auf unabsehbare Zeit und mit ständig steigenden Verlusten in Afghanistan bleibe.

Für die Argumente der anwesenden Bundeswehrsoldaten wurde breites Verständnis geäußert und alle hoffen natürlich, dass es keine persönlichen Verletzungen gibt. Rolf Eickmeier (AK “Jugend und Politik”) fasste die Diskussion zusammen: “Je mehr zivile Projekte in enger Abstimmung mit der Bevölkerung erfolgreich in Angriff genommen werden können, desto sicherer wird auch die Begleitmission der Soldaten.”

In diesem Sinne bedankte sich Renate Bauer (SPD-Ortsverein) bei den Referenten und allen Anwesenden für die aufschlussreichen Beiträge und beim Jugendzentrum für die zuvorkommende Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Der Arbeitskreis “Jugend und Politik” ist an einer Weiterführung der Diskussion selbstverständlich sehr interessiert und bietet dafür diese Lippeblogs-Plattform an. Jeder kann im Kommentarfeld unter diesem Artikel Äußerungen einfügen. Dafür bitte vorher auf die Überschrift des Textes klicken.

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