Wallfahrt ohne Logik

Die zwei Wallquerungen am Slavertor und an der Leopoldstraße sollen also im März für 20.000 Euro zurückgebaut werden. Die Zebrastreifen werden entfernt und die Aufplasterungen verschwinden zugunsten einer Teerdecke, damit die Autofahrer merken, dass sie Vorfahrt haben. Das teilte aus der Stadtverwaltung der Fachbereichsleiter H:Strüßmann mit.

Wer sich das konkret vorstellt, kann angesichts der großen Zahl von Fußgängern und Radfahrern auf dem Wall doch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass eine solche Regelung ungefährlicher sei als die bisherige Vorfahrtsregelung – zumal es Möglichkeiten gäbe, am Slavertor noch bessere Sicherungen einzurichten.

Mit moralisch erhobenen Zeigefinger hat die Ratsmehrheit (SPD, BfL, FDP) lamentiert: “Wir können die Verantwortung für Unfälle am Slavertor nicht weiter tragen.” (O-Ton Golabeck, SPD) Wie wird es dann mit der Verantwortung aussehen, wenn es in Zukunft gefährliche Situationen und Unfälle gibt? Wird dann wieder umgebaut?

Was muss passieren, dass nicht ein moralisierend-parteipolitischer Blick die Logik außer Kraft setzt? Es müsste doch darauf ankommen, eine höchstmögliche Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Alte und Junge) zu gewährleisten. Dafür hat es vom “Aktionsbündnis Wallfahrt” konkrete Vorschläge gegeben. Die Mehrheitsfraktionen haben sich leider auf keine Sachüberlegunghen eingelassen.

Verantwortungsvolle Kommunalpolitik sieht anders aus.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s