Nur ein Atomkraftwerk vorübergehend stillgelegt

In einem Gespräch in der Zeitung “Die Junge Welt” erläutert Felix Ruwe, was es mit der Abschaltung der sieben älteren Atomkraftwerke in Deutschland auf sich hat. Felix Ruwe ist Sprecher der Bürgerinitiative »Kein Atommüll in Ahaus e.V.«. “Tatsächlich ist nämlich mit Isar 1 nur ein einziges Kraftwerk vom Netz gegangen. Ein weiteres wurde vorzeitig in Revision geschickt – das war’s auch schon.

Die AKW Krümmel und Brunsbüttel sind sowieso seit längerem außer Betrieb. Biblis A wäre planmäßig im Juni für acht Monate vom Netz gegangen, das geschieht jetzt drei Monate eher. Biblis B und Philippsburg 1 stehen seit dem 28. bzw. seit dem 19. Februar still. Neckarwestheim 1 war bis vor wenigen Tagen ebenfalls monatelang in Revision, ist also vor dem Stopp höchstens kurz angefahren worden.

Das Unverschämteste ist jetzt aber, daß die Energiekonzerne androhen, aufgrund von Merkels Entscheidung die Strompreise zu erhöhen. Die sieben AKW sind, wie man unschwer erkennen kann, ohnehin überflüssig – auch ohne sie haben wir in Deutschland immer noch eine Überproduktion von Strom in der Größenordnung von zwei Terawattstunden. Die Strompreise müßten also eher sinken, wenn diese sieben Kraftwerke nicht mehr gewartet werden müssen. Das, was sich die Betreiber da leisten, ist eine Dreistigkeit sondergleichen.”

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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