Wissenswertes zum Atomkraftwerk Grohnde

Am Ostermontag findet die große Demonstration in Emmerthal gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke statt. Dabei ist es sicher nicht uninteressant, Genaueres über das AKW in Grohnde zu erfahren.

Es handelt sich in Grohnde um einen Druckwasserreaktor mit einer Leistung von 1430 Megawatt. 1976 wurde mit dem Bau begonnen, 1984 wurde das AKW fertiggestellt. Die Dicke der Stahlbetonhülle beträgt 180 cm und ist damit nicht gegen den Absturz eines Verkehrsflugzeuges gesichert. Die Konstruktion ist stark veraltet, auch der Schutz gegen Terrorangriffe ist völlig unzureichend.

Es gab eine große Zahl meldepflichtiger Störfälle – zum Beispiel 2010 ein Leck in einer Anlage zur Wasseraufbereitung mit begrenzter radioaktiver Kontamination. 2005 gab es zwei Schnellabschaltungen wegen verschiedener Störungen in einer Woche. 1985 war das Notkühlsystem nicht einsatzfähig, weil eine der vier Pumpen Gas statt Wasser enthielt. Ein Leck im Kühlkreislauf kann zur Kernschmelze führen.

Nach dem rot-grünen Atomkompromiss sollte Grohnde 2018 abgeschaltet werden, nach der schwarz-gelben Verlängerung erst im Jahre 2033.

Eigentümer sind EON und die Stadtwerke Bielefeld.

Quelle: Greenpeace

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