Osterdemonstration vor dem Atomkraftwerk Grohnde

An den AKW-Standorten demonstrierten am zweiten Ostertag mehr als 100.000 Menschen. Allein in Grohnde waren es 15.000, die das Atomkraftwerk umzingelten. Sie forderten die sofortige Abschaltung der AKWs.

Beeindruckend der Konvoi von fast 100 Traktoren. Morgens um 6.30 Uhr waren zum Beispiel die Landwirte aus dem Kreis Göttingen aufgebrochen, am Abend vorher schon viele Traktoren aus der Umgebung von Gorleben. Landwirte aus Hameln, Lippe, Höxter und Minden waren dabei.

Die Sprecherinnen und Sprecher der zentralen Kundgebung vor dem AKW-Tor erinnerten an die Opfer der Katastrophen von Tschernobyl und Fukishima. Die Veranstaltung begann deshalb mit einer Schweigeminute.

Allein in Tschernobyl starben schon mehrere Hunderttausend Menschen, die direkt verstrahlt worden waren, und viele weitere werden folgen. In Japan sind vier Reaktoren beschädigt – die Folgen sind schrecklich und unabsehbar.

Auch Grohnde kann es treffen: Seit 1984 gab es dort nicht weniger als 221 offiziell gemeldete Störfälle. Einige Störfälle sind schon als erheblich eingestuft worden. Auch bei führenden Ingenieuren ist eine erhöhte Krebsrate aufgefallen. Alle wichtigen Informationen liefert eine BUND-Webseite.

Die Bielefelder Stadtwerke besitzen 16 Prozent der Anteile an Grohnde und 50 Prozent des Bielefelder Stroms werden dort produziert. Auch die Bielefelder müssen aus- und umsteigen: Weg vom Atomstrom, hin zu regenerativen Energien. Weg von den marktbeherrschenden Konzernen, hin zu dezentraler Energieerzeugung vor Ort durch die Stadtwerke.

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