Es ist notwendig, sich zu empören.

Nach wie vor treffen sich montags viele Menschen auf dem Lemgoer Marktplatz zu einer Mahnwache gegen die Gefahren der Atomenergie. Es wird in Stille der Opfer der Katastrophe in Japan gedacht. Dabei ist jedem klar, dass ein Atomkraftwerk niemals sicher sein kann. Es gibt nur eine Lösung: schnellstmöglicher Ausstieg aus dieser unbeherrschbaren Technologie.

Am Montag wurde aus dem in Frankreich zum Bestseller gewordenen Buch “Empört euch” von Stephane Hessel zitiert. Der 93-jährige Stephane Hessel ruft zur Empörung gegen die erkennbaren Ungerechtigkeiten dieser Zeit auf. Er schreibt: “Am schlimmsten ist es, wenn man sagt: “Damit habe ich nichts zu tun. Das ist mir egal.” Wer sich so verhält, verliert eine der wesentlichen und unverzichtbaren Eigenschaften, die den Menschen ausmachen: die Fähigkeit zur Empörung und das Engagement, das daraus erwächst.”

“Schon heute sind zwei große neue Herausforderungen erkennbar:1. Der gewaltige Abstand zwischen den sehr Armen und den sehr Reichen, der immer weiter wächst. Die ganz Armen verdienen in unserer heutigen Welt nicht einmal zwei Dollar am Tag. Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser Abstand noch weiter wächst. Schon diese Feststellung allein muss Engagement auslösen.
2. Die Menschenrechte und der Zustand des Planeten Erde.[ …]”

Es lohnt sich, das Buch zu lesen. Es ist notwendig, sich zu empören. Wenn nicht jetzt, wann dann?

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