Europa – was nun?

Es wird einem schwindelig, wenn man die unvorstellbar hohen Summen hört, mit denen die Krisen in Griechenland, Irland und Portugal bekämpft werden sollen. Mit dem Schwindel verbunden ist oft die bange Frage: Kann das gut gehen? Und wenn dann die einfachen Sprüche von nationalistischen Politikern kommen, dann finden die immer größeren Zulauf.

Wir beobachten das in Österreich, in Finnland, Schweden und Dänemark, in Ungarn sowieso, in den Niederlanden und zunehmend in Frankreich. Erste Sarrazin-Ansätze finden sich auch in Deutschland. Dann werden Ausländer zu Sündenböcken gemacht und auf Europa geschimpft. Das reicht oft als “politisches Programm”, zumal sich die etablierten Parteien diesem Sog nicht entziehen können.

Grundlage für diese gefährlichen Entwicklungen sind Krisenerscheinungen in unserem Wirtschaftssystem, Europäische Regierungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Augen vor den Ursachen der Krise verschließen und immer mehr der auch schon in der Vergangenheit falschen Medizin verabreichen.

Dabei werden systematisch private Verluste auf den Staat und damit die Steuerzahler verlagert. Den Staaten werden dabei Sparprogramme verordnet, bei denen vor allem Sozialleistungen gekürzt und gestrichen werden, Das alles läuft dann unter der Parole: Es gibt keine Alternative.

Damit das wie geschmiert laufen kann, müssen die gigantischen Vermögen in den Händen weniger verschwiegen oder als gottgegeben hingestellt werden,(Schulden- und Vermögensuhr)

Diese Probleme werden in einem Artikel von Joachim Bischoff und Richard Detje mit vielen Daten und Fakten erläutert, Dabei werden die Zusammenhänge europäischer Systemkrisen erklärt. Die Gefahren des weiteren Erstarkens rechtspopulistischer Strömungen werden beschrieben und die Auswege, die in
wirtschaftsdemokratischen Reformen mit einer Stärkung der Nachfrageseite zur Belebung der Gesamtwirtschaft liegen könnten.

Es lohnt sich, den Text zu lesen.

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