Nachdenken über Kapital und Politik

In den letzten 20 Jahren hat eine gigantische Vermögenskonzentration stattgefunden. Dieser von den Banken immer trickreicher organisierte Finanzkapitalismus produziert allerdings seit 2008 immer krassere Krisen. Da die Politik die Ursachen nicht verändert, müssen alle Steuerzahler ungeheure Summen aufbringen oder garantieren, mit denen große Banken und Kapitalgesellschaften gestützt werden. Dieses Karussell dreht sich immer schneller. Der Bundestag muss gerade wieder ein “Rettungspaket” zur Euro-Rettung beschließen.

Politiker und ihre Nachplapperer in den Medien versuchen die Zusammenhänge dadurch zu verschleiern, dass sie so tun, als seien die Märkte etwas unabänderlich Funktionierendes. Die Märkte müsse man “gnädig stimmen”, wie Angela Merkel immer wieder faselt. Natürlich ist das neoliberales Gerede, um mit immer größeren Steuermitteln die extrem ungleichen Vermögensverhältnisse aufrecht zu erhalten.

Leider gibt es nur wenige Journalisten, die den Mut haben, sich ihrer Intelligenz und ihrer Informationen zu bedienen, um solche Zusammenhänge aufzudecken. Harald Schumcher hat den Mut gehabt und die neoliberalen Verhältnisse konkret beschrieben. Nur – bewirkt das eine Veränderung?

Harald Schumacher plädiert an die Verantwortung der Parlamentarier, sich in die Materie einzuarbeiten und Alternativen zum gegenwärtigen Casinokapitalismus mit Staatsversicherung zu entwickeln. Und er hofft sogar, dass immer mehr Wählerinnen und Wähler all dies stärker einfordern.

Harald Schumacher sagt: “Und eines weiß ich ganz sicher: Wenn es nicht gelingt, die Politik aus der Übermacht organisierter einzelwirtschaftlicher Interessen zu befreien, werden wir keine der großen kommenden Krisen bewältigen können. Weder die
Neuordnung der Finanzmärkte noch den ökologischen Umbau, weder den Nord-Süd-Ausgleich noch die Erfüllung der Millenniumsziele werden gelingen,solange die Konzerne de facto eine Vetomacht haben.”

Harald Schumacher, Wirtschaftliche Macht und Demokratie, Lesen – weitersagen – nachdenken – diskutieren!

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