Die Krise geht weiter

Europa gespalten, Sparkurs technokratisch verpflichtend und damit Demokratie weitgehend neutralisiert. Banken werden bei Verlusten nicht in Haftung genommen. Merkozy haben sich in Europa durchgesetzt. Ihre Hoffnung: “Die Märkte” werden jetzt so viel Vertrauen gewinnen, dass sie Geld zu niedrigen Zinsen zur Verfügung stellen. Wenn das für einige große europäische Länder nicht funktioniert, greift der “Rettungsschirm” mit seinen Steuermilliarden ein – vielleicht auch die Chinesen, die haben ja so viel Geld. Zusammenfassung: Merkel und Co. haben sich noch weiter in die Hand “der Märkte” begeben. Wer sind die Märkte? Großbanken, große Investmentgesellschaften, Versicherungen und Hedgefonds.

“Die Märkte” werden natürlich ihre gesamte Fantasie darauf verwenden, weiter auf die höchstmöglichen Zinsen zu zocken. Treten Verluste ein, werden sie von den Staaten und dem Euro-Rettungsschirm übernommen. Besser geht’s nicht für “die Märkte”.

Durch die Folgen der 2008 ausgebrochenen Welt-Finanzkrise ist die Verschuldung aller betroffenen Staaten in die Höhe geschnellt. Wenn dies weiter mit Staatsanleihen finanziert werden muss, können die zum Teil geretteten Banken wieder mitkassieren. Im Gegenzug sollen die Staaten weiter sparen.

Sie kürzen Gehälter und Renten und unterlassen Zukunftsinvestitionen. Die Wirtschaft geht weiter zurück und wir landen gemeinsam in einer Rezession. Tolles Ergebnis Frau Merkel.

Natürlich gibt es auch Wege, die Realwirtschaft zu unterstützen, den Bankensektor zurechtzustutzen und planvoll die niedrig zu verzinsenden Staatsschulden zurückzufahren. Dann allerdings müsste man die verblendeten ideologischen Scheuklappen der Finanzindustrie abnehmen.

Interview mit dem “Wirtschaftsweisen” Prof. Bofinger über Angela Merkels gefährliches Erkenntnisproblem

Wie so oft an dieser Stelle die Anregungen eines renommierten Wirtschaftswissenschaftlers, nämlich Richard Koos.

Beispielhaft sei auch noch auf den Kommentar der FRANKFURTER RUNDSCHAU verwiesen, der auch feststellt:”Die Brüsseler Beschlüsse beenden die Krise Europas nicht.”

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