Banken organisieren weltweite Steuerhinterziehung

Superreiche haben nach der umfangreichen quantitativen Untersuchung des Schattenfinanzsystems US$ 21-32 Billionen in Steueroasen versteckt. Dem Gemeinwesen entgeht dadurch weltweit eine Summe zwischen US$ 190 und 280 Milliarden an Steuereinnahmen – jährlich!

Von 2008 bis 2012 erhielten alle Top-10-Banken, die im weltweiten Private-Banking Geschäft tätig sind – die Geschäftsart, die es den reichsten Menschen der Welt ermöglicht, ihr Vermögen offshore zu parken und es vor den Behörden zu verstecken, um gültiges Recht zu umgehen – in erheblichem Ausmaß staatliche Kredite und Eigenkapitalinjektionen.

Die Ungleichverteilung der Vermögen hat dadurch weiter drastisch zugenommen. So lässt sich schätzen, dass weniger als 100 000 Menschen, also 0,001% der Weltbevölkerung, mehr als 30% des weltweiten Finanzvermögens kontrollieren.

Die vorliegende Analyse enthüllt, dass eine große Anzahl an Ländern, die traditionell als Schuldnerländer betrachtet werden, in Wirklichkeit einen Gläubigerstatus gegenüber der übrigen Welt besitzen. Für die hier untersuchte Kerngruppe von 139 Ländern mit zumeist niedrigen/mittleren Einkommen weisen herkömmliche Daten für Ende 2010 eine aggregierte Auslandsschuld von 4,1 Billionen $ aus. Berücksichtigt man jedoch ihre Devisenreserven und das Offshore-Finanzvermögen ihrer wohlhabendsten Bürger, dann dreht sich das Bild vollständig: dann weisen diese 139 Länder aggregierte Forderungen von minus 10,1 bis 13,1 Billionen US$ auf.

Mit anderen Worten, diese Länder sind beträchtliche Nettogläubiger gegenüber der übrigen Welt. Das eigentliche Problem hier ist, dass die Vermögenswerte dieser Länder von einer kleinen Gruppe vermögender Einzelpersonen gehalten werden, während ihre Schulden über ihre Regierungen von der normalen Bevölkerung geschultert werden müssen.

Es wird so dargestellt, als hätten diese Länder ein Schuldenproblem. Die Wirklichkeit sieht jedoch vollkommen anders aus: sie haben ein Problem mit dem versteckten Offshore-Vermögen.

Im Kampf gegen die Armut gibt es wohl kaum ein dringlicheres weltweites Problem, für das eine Lösung gefunden werden muss. Immer, wenn man hinter die Kulissen der internationalen Finanzwirtschaft guckt, zeigt sich die krasse Verteilungsungleichheit. Wann endlich wird Politik im Interesse einer Mehrheit und nicht wie bisher zugunsten einer verschwindenden Minderheit gemacht?

Hier die Zusammenfassung des Berichts.

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