Ostschule wird in den nächsten Tagen verkauft

Natürlich haben die Rathaus-Mächtigen große und kleine Möglichkeiten genutzt, um einen Erfolg des Bürgerentscheids zu verhindern. Der Termin wurde in die Sommerferien verlegt und nicht auf den Tag der Bundestagswahl. Eine umfassende Informationsbroschüre für alle Bürgerinnen und Bürger wurde als unnötig und zu teuer bezeichnet.

Es wurden oberflächliche Falschinformationen gestreut, um die Ortsteile gegeneinander auszuspielen, als behauptet wurde, die Grundschulen in Brake, Lüerdissen und Lieme seien bei Fortbestand des Ostschul-Standortes gefährdet. Das von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten zur Schulentwicklung sagt zwar exakt das Gegenteil, aber was soll’s. Nach Meinung der mächtigen Ratsherren heiligt der Zweck schließlich die Mittel.

Der Zweck ist der Überweisungsbetrag von Eben-Ezer an die Stadt und damit auch das Überwälzen der Kosten für den Unterhalt an das Land NRW. Dafür kann man schon mal die Steuerung der Schulentwicklung aus der Hand geben, auch die Interessen von Kindern und Eltern, auch die Entwicklungsmöglichkeiten der Verbundgrundschule “Schlossschule”, zu der der Ostschulstandort gehörte.

Auch in Lemgo heiligt der Geldzweck nicht nur die Mittel, sondern auch die Ausrichtung der Politik. Angela Merkel würde sagen: Das ist alternativlos.

Warten wir mal auf den Tag, an dem die Ratsmehrheit von CDU und SPD sich selbst abschafft. Wofür brauchen wir die Ratsherren noch? Der Bürgermeister und sein Finanzchef reichen. Wir könnten da Geld sparen. Das ist eigentlich auch alternativlos.

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