Doch mal wieder Jugendhilfeplanung in Lemgo

Die Verwaltung hat in den Haushaltsplanentwurf im Geschäftsbereich „Jugend und Familie“für 2014 eine kleine Überraschung gepackt. Es soll ein „Jugendförderplan“ erstellt werden und dafür sind 10.000 Euro vorgesehen. Wir reiben uns verwundert die Augen, hatte die „AG Zukunft für Lemgo“ doch schon 2011 daran erinnert, dass Landeszuschüsse laut Gesetz an eine Jugendhilfeplanung gebunden sind. Diese Planung soll übrigens unter Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Vertreter erstellt werden. Aber kein Verantwortlicher schien das wirklich vermisst zu haben, auch der zuständige Jugendhilfeausschuss nicht. Dennoch sind für die Jugendpolitik inzwischen wichtige Weichen gestellt worden. Aber nun ist es tatsächlich soweit. Im Jahr 2014 soll etwas geschehen. Ein neuer Jugendförderplan soll kommen – der bisherige galt bis zum Jahr 2009.

Wir wollen schlaglichtartig einige Etappen der Jugendhilfeplanung in Lemgo aufzeigen:

1. Der Bürgermeister erläutert im Januar 2006 in einer Presseerklärung die Verabschiedung des 1. Kinder- und Jugendförderplans, der bis in das Jahr 2009 hineinreiche.

2. In einer Anfrage an den Bürgermeister fragen die Bürger für Lemgo  kritisch nach der Beteiligung an der Jugendhilfeplanung und nach den Vorplanungen für die Jahre 2009 bis 2013. Wir zitieren:

„Des weiteren erlauben wir uns Anregungen zum zweiten Kinder-und Jugendplan 2009 – 2013 zu geben: Es darf sich nicht wiederholen, dass – wie 2005 geschehen – die „Verwaltung“ derStadt Lemgo selber Vorschläge macht für den Kinder- und Jugendförderplan, die der Jugendhilfeausschuss dann einfach „absegnet“, sondern es muss rechtzeitig ein kompetentes Gremium eingesetzt werden, das kontinuierlich an den Grundlagen zur Vorbereitung des nächsten Förderplanes 2009 – 2013 arbeitet und folgendes beachtet:

1. Kinder und Jugendliche in angemessener Form zu beteiligen
2. Schulen als zentrale Lern- und Arbeitsorte aktiv einzubinden
3. Die „Richtlinien“ zur Förderung der Jugendarbeit in Lemgo an die aktuellen Entwicklungen und Bedürfnisse anzupassen.“

3. Eine Übersicht über Beiträge im unserem „sozdemolemgo-Blog“ zeigen schom verschiedene Entwicklungsschritte auf.

4. Über Anregungen zur Einrichtung eines Jugendparlamentes wird in Lippe-News berichtet. Hier im sozdemolemgo-Blog war dies ein Schwerpunktthema.

5. Im Januar 2013 wird vom Rat eine Satzung für das Jugendamt verabschiedet. Darin werden auch die Aufgaben des Jugendhilfeausschusses beschrieben. Die Jugendhilfeplanung gehört natürlich dazu.

6. Auch die Schulentwicklungsplanung soll in Abstimmung mit der Jugendhilfeplanung erfolgen, wie im Garbe-Gutachten hervorgehoben wurde. Zitat aus dem Eckpunktepapier von Dr. Garbe-Consult:

„Die formulierten Ziele der Schulentwicklungsplanung, die Abstimmung mit den Akteuren der Jugendhilfeplanung auf Seiten der Verwaltung und den freien Trägern sowie die Debatte im
kommunalpolitischen Raum um die Prioritäten im Schulsektor erfordern mindestens eines:
Kommunikation und Diskurs.“

7. Und nun der Haushaltsplanentwurf 2014. Im Haushaltsplanentwurf für 2014 gibt es übrigens eine Reihe bedenkenswerter Entwicklungen. (aber darüber an anderer Stelle mehr)

8. In den „Empfehlungen der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe zur Jugendhilfeplanung der Jugendämter“ werden die gesetzlichen Grundlagen der Jugendhilfeplanung  erläutert.

Auf jeden Fall ist einiges zu tun in Lemgo, vor allem im Jugendhilfeausschuss.

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