Aufklärung über gigantische Demografielüge

Wir haben auch an dieser Stelle schon häufiger darüber geschrieben, dass seit Jahren mit der Demografielüge eine gigantische Umverteilung zu Lasten der Bevölkerung läuft – zugunsten der Unternehmen und insbesondere der Versicherungswirtschaft. Die Politik ist willfähriger Handlanger. Dr. Gerd Bosbach, Professor für Statistik und Mathematik, weist plausibel nach, dass mehr jüngere und mehr ältere Menschen im Vergleich zu den arbeitenden nur dann ein Problem sind, wenn die Produktivitätszuwächse in der Wirtschaft nicht aufgeteilt werden.

Wenn diese von allen erarbeiteten und erwirtschafteten Zuwächse nur auf Unternehmerseite bleiben – so wie bisher – und unsere Sozialkassen davon nicht profitieren, dann kommt es zu Ungleichgewichten. Dann kann man den Arbeitnehmern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen, indem man ihnen einredet, sie sollten privat vorsorgen. Aus Steuermitteln wird dieses „Riester-Sparen“ für die Versicherungsindustrie dann auch noch mitfinanziert. Eine weitere riesige Umverteilung.

Die Versicherungskonzerne legen das eingesammelte Geld auf den sogenannten Kapitalmärkten an. Wie unsicher das ist, müssten eigentlich inzwischen alle gemerkt haben. Wenn dieses Geschäftsmodell nach einiger Zeit bei der Auszahlung nicht mehr funktioniert, wird sicher wieder der Staat bzw. Steuerzahler einspringen müssen, um die Löcher zu stopfen.

Professor Bosbach hat oft das Gefühl, mit seiner Aufklärung  gegen Windmühlenflügel zu kämpfen. Auch in den Medien findet die Verdummungskampagne überwiegend Unterstützung.

Es sollte schon eine Überlegung wert sein, wie noch mehr nachdenkende Menschen ein Gegengewicht setzen könnten.

Hier in der taz die interessanten Überlegungen Professor Bosbachs.

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