Fukushima-Mahnwache in Lemgo

Fukushima-Mahnwache 2014 in Lemgo

Fukushima-Mahnwache 2014 in Lemgo

Nur wenige kamen zur Fukushima-Mahnwache auf den Marktpatz in Lemgo. Auch wenn die Katastrophe erst vor drei Jahren passierte und die Folgen der Atom-Haverie unabsehbar sind, sind andere Themen in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Dr. Burkhard Pohl berief sich in seinen erinnernden und mahnenden Worten auf Hubert Weiger, den Bundesvorsitzenden des BUND, der in seinem Gastbeitrag in der FRANKFURTER RUNDSCHAU den Zusammenhang zur begonnenen und weiter fortzusetzenden Energiewende herstellt. Das ist ein höchst aktuelles politisches Thema, da zurzeit die Bedingungen für die Energiewende von der Großen Koalition verändert werden.

Der Ausbau erneuerbarer Energien soll dabei gebremst werden. Je mehr erzeugt wird, desto geringer soll die Vergütung des dadurch erzeugten Stroms werden. Braunkohleabbau und Großkraftwerke sollen rentabel gemacht werden. Auf den ersten Blick ist erkennbar, die Interessen der großen Energiekonzerne und der dazugehörigen Bundesländer sollen gestärkt werden. Wie beispielhaft die Verluste von RWE zeigen, haben die Großkonzerne lange geglaubt, sie könnten die Bundesregierung dazu bringen, die Atomkraftwerke als Gelddruckmaschinen noch lange laufen zu lassen. Doch Fukushima hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Lange glaubten die Großkonzerne, regenerative Energieerzeugung vernachlässigen zu können. Auch dabei ist ihnen ein Strich durch die Rechnung gemacht worden. Eine „Energiewende von unten“ hat stattgefunden. Dezentral, oft in Bürgerbesitz, wird Solar- und Windstrom erzeugt, so dass der Stromanteil dadurch bereits bei 23 Prozent liegt. Der Strompreis sinkt nach den Marktgesetzen, Großkraftwerke sind nicht mehr rentabel.

Natürlich ist die Lobby der großen Vier des Energiemarkts nach wie vor stark. Erste Erfolge sind in den „Eckpunkten“, die die Bundesregierung verabschiedet hat, schon erkennbar. Damit die Energiewende nicht ausgebremst wird, bedarf es breiter „Bürgerbeteiligung“. Bundesweit soll deshalb am 22. März in einem breiten Bündnis mit zehntausenden Menschen in mehreren Landeshauptstädten demonstriert werden: Für einen beschleunigten Atom- und Kohleausstieg, gegen Kohletagebaue, Fracking und eine gebremste Energiewende.

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