Fracking durch Exxon in Lemgo?

Gerne veröffentlichen wir eine Presseerklärung der GRÜNEN-Ratsfraktion zu der besorgniserregenden Absicht des Konzerns Exxon Mobile, auch in Lemgo die Aufsuchungsgenehmigung für Erdgas und damit für die Fracking-Förderung verlängert zu bekommen. Dies hat Bürgermeister Dr. Reiner Austermann in der Ratssitzung am 16. Jubni 2014 bestätigt. Die Grüne fordern klares Nein von Politik und Verwaltung – dem schließen sich hoffentlich die anderen Fraktionen an.

Dazu erklärt Dr. Burkhard Pohl, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Jetzt ist es öffentlich: Auch Lemgo liegt im Fracking-Suchgebiet! Anders lautende Behauptungen sind widerlegt: Der Konzern Exxon Mobile hatte bereits 2009 an der Öffentlichkeit vorbei die bergrechtliche Genehmigung erhalten, nach Gasvorkommen zu suchen. Diese Genehmigung soll jetzt neu erteilt werden. Dank Rot-Grün in NRW haben nun die Kommunen die Chance, selbst Stellung zu nehmen. Diese Chance, Nein zu sagen, müssen wir auch in Lemgo nutzen.

Laut Bergrecht ist eine Erlaubnis zur Aufsuchung zu verweigern, wenn „überwiegende öffentliche Interessen die Aufsuchung im gesamten zuzuteilenden Feld ausschließen.“ Aus grüner Sicht liegt es im öffentlichen Interesse, unser Grundwasser sauber zu halten und die Gefahren des Fracking abzuwehren. Deswegen erwarten wir, dass die Verwaltung nach eingehender Prüfung eine möglichst kritische Stellungnahme vornimmt. Leider hat die Verwaltung die erste Frist verstreichen lassen und die Stadt muss jetzt auf eine Verlängerung hoffen.

Im Februar haben CDU, BfL und FDP die Fracking-Resolution von Grünen und SPD abgelehnt, weil sie das Thema für unbedeutend hielten. Damals hieß es, Lemgo sei von Fracking nicht betroffen. Da war man offensichtlich falsch informiert! Heute wissen wir es besser. Wir Grünen erwarten, dass sich der neue Rat klar für die Interessen besorgter Bürgerinnen und Bürger gegen Fracking-Bohrungen auf Lemgoer Gebiet positioniert.

Als Ratsfraktion werden wir mit allen Fraktionen sprechen, um in einem gemeinsamen Antrag ein Nein zum Fracking auch in Lemgo zu beschließen. Der Kreis Lippe und unsere Nachbarstädte haben es uns vorgemacht.“

Das Internet-Portal „Lemgo Life“ hat die Fragen Dr. Burkhard Pohls und die Antworten des Bürgermeisters Dr. Reiner Austermann im Wortlaut dokumentiert.

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