Jugendparlament Lemgo: Die parlamentarischen Beratungen beginnen

D.Schütz/pixelio.de

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Nun ist ein konkreter Antrag zur Einrichtung eines Jugendparlaments in Lemgo gestellt worden – und perspektivisch auch für entsprechende Mitwirkungsmöglichkeiten von Grundschulkindern. Die Diskussion über ein Jugendparlament zieht sich in Lemgo schon über fünf oder sechs Jahre hin. Ein entscheidender Schritt wurde im April dieses Jahres gemacht, als ein neuer Kinder- und Jugendförderplan für die Jahre 2014 bis 2020 verabschiedet wurde, in dem es am Ende heißt: „Als Generalaufgabe hat der Jugendhilfeausschuss der Alten Hansestadt Lemgo in seiner Sitzung am  02.04.2014 beschlossen, alle Bereiche und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit im Planungszeitraum im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Partizipationsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen zu überprüfen und ggf. anzupassen, um die Teilhabe und demokratische Beteiligung junger Menschen zu fördern. “ 

Diese Zielformulierung kann in einem ersten Schritt durch Maßnahmen zur Bildung eines Jugendparlaments realisiert werden. Es gibt inzwischen jahrelange Erfahrungen in anderen Kommunen. Davon kann Lemgo natürlich profitieren. Rolf Eickmeier, Mitglied im Jugendhilfeausschuss: „Es ist wirklich gut, dass nicht alles neu erfunden werden muss und dass uns die Erfahrungen andernorts bereits wichtige Hinweise geben“. So wird in dem Antrag vorgeschlagen, die praktischen Vorgaben des seit 13 Jahren arbeitenden Jugendparlaments in Hilden zu nutzen. „Die dortige Verwaltung ist übrigens gern bereit, ihre Erfahrungen weiterzugeben“, ergänzt Rolf Eickmeier. Auch das zuständige NRW-Ministerium bietet Unterstützung an und begleitet den landesweiten Erfahrungsaustausch.

In wenigen Tagen wird das neue Jugendzentrum im „KastanienHaus am Wall“ eingeweiht. Die Beteiligten planen zusammen mit der wissenschaftlichen Begleitung neue inhaltliche Akzente mit der Möglichkeit intergenerativer Zusammenarbeit. Auch dabei ist die Partizipation aller Beteilgter oberstes Gebot. Ein Jugendparlament würde dafür sorgen können, dass die Vernetzung und Kooperation der Kinder- und Jugendangebote in Lemgo systematisch weiterentwickelt wird. Zudem entsteht die Möglichkeit, die Perspektive von Kindern und Jugendlichen in städtische Planungsprozesse einzubeziehen. „Ein großer Gewinn für die Planungsqualität und für die Bindung von Kindern und Jugendlichen an „ihre Stadt“, sind die Antragsteller überzeugt.

Antrag Jugendparlament (Nov. 2014)

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