Es wird spannend in Europa – endlich!

Endlich! Endlich werden Fragen gestellt und diskutiert, die einen Ausweg aus der Krise in Europa eröffnen können. Endlich wird die vorherrschende menschenverachtende und in sich unlogische Politik in Frage gestellt. Merkel und Schäuble werden endlich mit „ihrem Latein“ für viele sichtbar am Ende sein. Sie und ihre Nachplapperer in der SPD oder besonders auch in den Medien haben keine Lösung für die Krisen in Europa. Die Lösung kann aus Griechenland kommen. Daran müssen sich viele „Betonköpfe“ noch gewöhnen. Der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat den international renommierten Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis zum Finanzminister ernannt. Seine Fachkompetenz und seine Lösungsvorschläge machen Hoffnung für ganz Europa.

Damit man sich nicht bei den dummdreisten Formulierungen mancher angeblich seriöser Journalisten aufhalten muss, die Varoufakis als „Spieltheoretiker“ unglaubwürdig machen wollen, sei allen Interessierten die Mühe empfohlen, einmal selbst zu lesen, was Varoufakis vorschlägt. Es lohnt sich für Freunde des logischen eigenen Denkens, z.B. hier in einem aktuellen Interview in der österreichischen Zeitschrift „profil“ oder in einem ausführlichen Gespräch auf den „NachDenkSeiten“ (März 2014).

Das Besondere ist nicht so sehr, dass Yanis Varoufakis deutlich macht, wie widersinnig und in sich widersprüchlich die derzeitigen Krisenmechanismen in Europa sind, die die Krisenerscheinungen in allen Ländern ständig weiter verschärfen. Das Besondere ist, dass er Maßnahmen vorschlägt auf der Grundlage der in der EU existierenden Einrichtungen und Grundsatzbeschlüsse. Er schlägt mit der sinnvollen Kooperation von Europäischer Zentralbank und Europäischer Investitionsbank beispielsweise Möglichkeiten eines nachhaltigen Investitionsprogramms, einer intelligenten Lösung der Verschuldung mancher Länder und der sozialen Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung vor.

Er beschreibt auch ziemlich klar, welchen Schwierigkeiten und Hindernissen der Anstoß zu einer solchen europäischen Reform- und Rettungspolitik ausgesetzt sein wird und dass es Monate bis zur ernsthaften Diskussion zwischen griechischer Regierung und den EU-Institutionen dauern wird. Er ist allerdings optimistisch, dass die ökonomischen Tatsachen für die Notwendigkeit ernsthafter Verhandlungen über einen neuen Weg sprechen.

Wenn Merkel, Schäuble oder Gabriel politischen Instinkt und oder Verstand genug besitzen, dann ergreifen sie diese wahrscheinlich einmalige Chance, von ihren perspektivlosen Positionen abzurücken. Sie können die dann möglichen „Reformen“ in Europa sicher irgendwie auf ihre Fahnen schreiben. Sigmar Gabriel, wie wär´s? Angela Merkel wird dann schon Witterung aufnehmen und sich anpassen. Um Instinkt oder Verstand unserer Führungskräfte anzuregen, bedarf es natürlich eines möglichst auch wahrnehmbaren Drucks aus der Zivilgesellschaft. Also, fangen wir damit an.

Noch einmal die Interviews mit Yanis Varoufakis zur Lektüre empfohlen:  Zeitschrift „profil“ und „NachDenkSeiten“ (März 2014).

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Ein Kommentar zu “Es wird spannend in Europa – endlich!

  1. Pingback: Offener Brief von Alexis Tsipras an Deutschland | sozdemolemgo

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