Das Scheitern der europäischen Sozialdemokratie in der Euro-Krise

Manche wundern sich, dass die SPD um die 25 Prozent Wählerzustimmung herumdümpelt – am meisten viele der noch verbliebenen Mitglieder. Und sozialdemokratische Parteien in anderen europäischen Ländern sind bereits noch stärker abgestraft worden und sind auf einstellige Prozentwerte gefallen. Natürlich ist das weder Zufall noch Naturgesetzlichkeit. Es hat klar beschreibbare Ursachen, die allerdings schon vor einigen Jahren begonnen haben. Sie sind beispielhaft mit den Namen Schröder und Steinbrück verbunden. Die Sozialdemokratie hoffte, bei dem „faustischen Pakt“ mit dem Finanzkapital würden genügend soziale Krümel für ihre Wählerbasis abfallen – welch ein Irrtum. Aber nun? Weiter so!

Kein geringerer als der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis beschreibt diese Zusammenhänge mit analytischer Klarheit. Vor sich selbst ehrliche SPD-Politiker und -Politikerinnen müssten zugeben: Varoufakis hat recht. Sie werden das nicht können oder wollen, deshalb lieber ein „Weiter-So“ mit der Hoffnung, dass vielleicht doch ein paar Krümel bei der SPD landen, weil Deutschland andere Länder in Europa niederkonkurrieren kann. Natürlich muss man sich dafür bei Merkel und Schäuble anbiedern und die sogenannte „Sparpolitik“ mit der Umverteilung von unten nach oben noch effektiver als andere durchsetzen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s