Noch einmal: Deutschland gegen Griechenland

Als Leser der NachDenkSeiten sollen heute noch einmal drei Pressetexte ausgewählt werden – leider in der wachsenden Befürchtung, dass weiter Unvernunft, Unehrlichkeit, Gewissenlosigkeit und Zynismus in der deutschen großen Koalition zusammen mit den gutsituierten Medienmachern die Oberhand behalten werden. Trotzdem noch einmal drei Gedankenanstöße.

Im TAGESSPIEGEL-Interview sagt der Syriza-Abgeordnete und Wirtschaftsprofessor Costas Lapavitsas , was er für die beste Lösung der Griechenland-Krise hält, nämlich den geordneten Austritt aus dem Euro. Er begründet das damit, dass es offensichtlich keine Kompromisslinie zwischen der griechischen Regierung und dem Rast Europas gebe, das von Deutschland dominiert werde. Hier das Interview.

Sarah Wagenknecht (DIE LINKE) bringt es auf den Punkt: „Schäuble belügt die Bevölkerung“. So ist es, da man nicht davon ausgehen kann, dass ein Politprofi wie Schäuble nicht über die wirklichen Zusammenhänge Bescheid wüsste. Hier ihre Pressemitteilung.

Und nun noch einmal ein Wirtschaftsprofessor, nämlich Mark Blyth. Er erklärt – wie unzählige Andere – das gemeinsames Sparen nicht funktionieren kann und die Volkswirtschaften ruiniert statt saniert. Wie auch schon in diesem Blog immer wieder erläutert, dient diese Merkel-Schäuble-Logik allenfalls dazu, die Umverteilung von unten nach oben weiter fortzusetzen, national und international. Blyth ist ein schottischer Politikwissenschaftler. Er ist Professor für International Political Economy am Department of Political Science der Brown University. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch sein Werk Austerity. The History of a Dangerous Idea (2013) bekannt, das von der Financial Times zum Best Book of 2013 gewählt wurde. Seit Oktober 2014 ist sein Buch nun auch auf Deutsch erhältlich. Hier das Interview auf ZEITonline.

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