Jugendparlament in Lemgo seit 1997 in der Diskussion

JgdParlMottoSeit 1997 wird in Lemgo über die Einrichtung eines Jugendparlaments diskutiert. Nun ist auf Initiative der GfL-Fraktion das Thema wieder auf der Tagesordnung. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 22.04.2015 stellte eine Mitarbeiterin der Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung NRW aus Münster die verschiedenen Formen von Jugendbeteiligung mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Sie bot außerdem ihre Beratungsunterstützung bei der Entwicklung eines Lemgoer Konzepts einer organisierten Mitbestimmung und Mitwirkung Jugendlicher auf städtischer Ebene an.

Es wurde im Jugendhilfeausschuss eine Arbeitsgruppe gebildet, die bis zur September-Sitzung des Ausschusses einen ersten Konzeptentwurf erstellen soll. Über die Schülervertretungen sollen auch Jugendliche zu den Beratungen eingeladen werden. „Nach 20-jähriger Beratung müsste doch wohl eine Lösung zu finden sein“, meint Rolf Eickmeier als Vertreter der GfL-Fraktion.

Zur Erinnerung: Als im Jahre 2011 die SPD-Fraktion auf Drängen der JuSos das Thema im Jugendhilfeausschuss wieder auf die Tagesordnung brachte, erinnerte Georg Müller vom städtischen Jugendamt daran,  dass es bereits im Jahr 1997 einen Beschluss des Hauptausschusses zur Partizipation von Jugendlichen gab, der immer noch gültig ist. Hierzu wurden seinerzeit auch Mittel in Höhe von 15.000,00 DM bereitgestellt, die aber nie abgerufen wurden. Nach Gesprächen mit funktionierenden Jugendparlamentariern aus Gütersloh und anderen mit nur vorübergehend bestehenden führten im Ausschuss zu keinem Ergebnis.

Schließlich konnte die SPD-Fraktion bei der Beschlussfassung zum Kinder- und Jugendförderplan 2014 – 2020 folgende Formulierung erreichen: „Als Generalaufgabe hat der Jugendhilfeausschuss der Alten Hansestadt Lemgo in seiner Sitzung am 02.04.2014 beschlossen, alle Bereiche und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit im Planungszeitraum im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Partizipationsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen zu überprüfen und ggf. anzupassen, um die Teilhabe und demokratische Beteiligung
junger Menschen zu fördern.“

Danach hat der Jugendhilfeausschuss noch einiges zu tun.

 

 

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