Jugendparlament in Lemgo seit 1997 in der Diskussion

JgdParlMottoSeit 1997 wird in Lemgo über die Einrichtung eines Jugendparlaments diskutiert. Nun ist auf Initiative der GfL-Fraktion das Thema wieder auf der Tagesordnung. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 22.04.2015 stellte eine Mitarbeiterin der Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung NRW aus Münster die verschiedenen Formen von Jugendbeteiligung mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Sie bot außerdem ihre Beratungsunterstützung bei der Entwicklung eines Lemgoer Konzepts einer organisierten Mitbestimmung und Mitwirkung Jugendlicher auf städtischer Ebene an. Weiterlesen

Die Zukunft der AG „Zukunft für Lemgo“

AG_ZfL-Logo2Es gibt sie noch immer, die inzwischen so genannte AG „Zukunft für Lemgo“ – eine parteienübergreifende Diskussions- und Aktionsrunde. Für die erste Jahreshälfte 2015 sind einige Diskussionen und Aktionen geplant in den traditionellen Themenfeldern „Ausbau der BürgerInnenbeteiligung“ und „regenerative Energieerzeugung und -anwendung“. Ein neues wichtiges politisches Themenfeld wird die Auseinandersetzung mit der europäischen Union werden. Weiterlesen

Jugendparlament Lemgo: Die parlamentarischen Beratungen beginnen

D.Schütz/pixelio.de

D.Schütz/pixelio.de

Nun ist ein konkreter Antrag zur Einrichtung eines Jugendparlaments in Lemgo gestellt worden – und perspektivisch auch für entsprechende Mitwirkungsmöglichkeiten von Grundschulkindern. Die Diskussion über ein Jugendparlament zieht sich in Lemgo schon über fünf oder sechs Jahre hin. Ein entscheidender Schritt wurde im April dieses Jahres gemacht, als ein neuer Kinder- und Jugendförderplan für die Jahre 2014 bis 2020 verabschiedet wurde, in dem es am Ende heißt: „Als Generalaufgabe hat der Jugendhilfeausschuss der Alten Hansestadt Lemgo in seiner Sitzung am  02.04.2014 beschlossen, alle Bereiche und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit im Planungszeitraum im Hinblick auf die Weiterentwicklung von Partizipationsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen zu überprüfen und ggf. anzupassen, um die Teilhabe und demokratische Beteiligung junger Menschen zu fördern. “  Weiterlesen

Jugendparlament in Lemgo – warum nicht?

In 80 nordrhein-westfälischen Kommunen gibt es Kinder- oder Jugendparlamente. Warum nicht auch in Lemgo? Die Gründe für Kinder- und Jugendbeteiligung an öffentlichen Planungs- und  Entscheidungsprozessen gelten in Lemgo genauso wie anderswo. Es könnte auf die UN-Kinderrechtskonvention hingewiesen werden, der die Bundesrepublik beigetreten ist. Jedenfalls kann – gestützt auf viele Beispiele praktischer Erfahrung – davon ausgegangen werden, dass Kinder und Jugendliche in öffentlichen Angelegenheiten wichtige Aspekte diskutieren und fundierte Ideen einbringen können. Durch ihre Teilhabe in der Kommune erlernen Kinder und Jugendliche die Demokratie – unverzichtbar zur Stärkung unseres demokratischen Staates. Und sie entwickeln eine besondere Bindung an ihre Stadt – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in Zeiten demografischen Wandels. Also Gründe für  städtische Möglichkeiten zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen gibt es genug. Weiterlesen

Resignation und Mutlosigkeit überwinden?

Kleine und große Krisen können politisch lähmen, besonders dann, wenn keine Lösungen oder Veränderungen in Sicht sind. Lösungen oder Krisenreduzierung oder gar präventive Vermeidung sind in der politischen Diskussion nicht in Sicht. Die deutschen Leitmedien von der TAGESSCHAU über BILD und SPIEGEL, FAZ und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG propagieren eine gemeinsame neoliberale Linie. Manchmal kommt raus, wie einseitig sie vorgehen. Politisches Handeln wird dabei als angeblich „alternativlos“ dargestellt. Wolfgang Lieb, einer der NachDenkSeiten-Initiatoren, hat in einem Vortrag  auf der Herbstkonferenz 2014 der Evangelischen Akademie Bad Boll unter dem Titel „Kirche in der Demokratie, Demokratie in der Kirche“ am 21. Oktober 2014 wichtige Zusammenhänge aufzuzeigen und zu analysieren. Er fragt: Schafft sich die Demokratie ab?“ und spricht von „verbarrikadierter Demokratie“ – sehr lesenswert! Weiterlesen

Lasse Huxoll – jüngstes Lemgoer Ratsmitglied im WDR-Fernsehen

lasseGroße Aufmerksamkeit für Lasse Huxoll, mit 18 Jahren jüngstes Lemgoer Ratsmitglied aller Zeiten. Die „Aktuelle Stunde“ des WDR bringt am 17.06.2014 einen Beitrag über seinen Wahlerfolg und seine Erwartungen, um anschließend mit dem Bielefelder Politikwissenschaftler Professor Detlef Sack darüber zu diskutieren. Lasse Huxoll, noch Schüler an der Karla-Raveh-Gesamtschule, hat nach der Kommunalwahl viele Glückwünsche für den klaren Sieg in seinem Wahlkreis erhalten – mit einem Zugewinn von 11 Prozent. Er steht jetzt allerdings auch unter besonderer, teils auch skeptischer Beobachtung. Kann Lasse Huxoll tatsächlich im Lemgoer Rat etwas verändern, wie er selbst hofft, oder wird er selbst durch die Politik-Routinen verändert? Weiterlesen

AG „Zukunft für Lemgo“ – gemeinsam aktiv

AG_ZfL-Logo2In der AG „Zukunft für Lemgo“ treffen sich regelmäßig politisch Interessierte, aber parteiungebundene, mit VertreterInnen der Piratenpartei, der Linken, der Grünen und der JuSos in der SPD oder von Attac. Manchmal kommen Aktive von Bürgerinitiativen dazu.  Es werden politisch aktuelle Themen diskutiert, Gemeinsamkeiten gesucht und Aktionen durchgeführt. Vor dem Hintergrund der möglichen digitalen Ausspähung aller Telefon- und InternetnutzerInnen ist beschlossen worden, als nächstes eine Veranstaltung unter dem Thema „Digitale Selbstverteidigung“ durchzuführen. Weiterlesen

Doch mal wieder Jugendhilfeplanung in Lemgo

Die Verwaltung hat in den Haushaltsplanentwurf im Geschäftsbereich „Jugend und Familie“für 2014 eine kleine Überraschung gepackt. Es soll ein „Jugendförderplan“ erstellt werden und dafür sind 10.000 Euro vorgesehen. Wir reiben uns verwundert die Augen, hatte die „AG Zukunft für Lemgo“ doch schon 2011 daran erinnert, dass Landeszuschüsse laut Gesetz an eine Jugendhilfeplanung gebunden sind. Diese Planung soll übrigens unter Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Vertreter erstellt werden. Aber kein Verantwortlicher schien das wirklich vermisst zu haben, auch der zuständige Jugendhilfeausschuss nicht. Dennoch sind für die Jugendpolitik inzwischen wichtige Weichen gestellt worden. Aber nun ist es tatsächlich soweit. Im Jahr 2014 soll etwas geschehen. Ein neuer Jugendförderplan soll kommen – der bisherige galt bis zum Jahr 2009. Weiterlesen

Überraschendes Auseinanderdriften der Lebenswelten Jugendlicher

Da gab es doch einiges Überraschende. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des städtischen Jugendamtes referierte Erik Flügge vom SINUS-Institut in Lemgo über die Lebenswelten Jugendlicher. Eine multimedial perfekte und showmasterähnliche Präsentation zog viele Gäste in den Bann.

Was war die Kernerkenntnis dieses Abends? Die jungen Leute lassen sich sieben kulturell sehr unterschiedlichen Gruppen zuordnen mit nur sehr wenigen Berührungspunkten. Sie haben wenige Gemeinsamkeiten und wollen im Alltag auch nichts miteinander zu tun haben. Wenn es Freizeitangebote für Jugendliche gibt, dann bedingt die Teilnahme einer Gruppe den Ausschluss anderer.

Es bedeutet auch, dass Angebote für die Jugendlichen nicht funktionieren können. Folgt man den Erkenntnissen der SINUS-Studie, müssten offene Jugendarbeit und natürlich auch intergenerative Angebote völlig neu gedacht werden.

Die Ergebnisse der SINUS-Studie finden sich hier.

In eigener Sache

Die LIPPISCHE LANDESZEITUNG berichtet in ihrer Ausgabe vom 8.März auf der Lemgoer Lokalseite, dass der Arbeitskreis “Jugend und Politik” die fehlende Jugendhilfeplanung kritisiere. In der Überschrift wird der Arbeitskreis der SPD zugeordnet. Das war einmal so, hat sich inzwischen aber geändert. Der Arbeitskreis ist parteiunabhängig und besteht aus jungen und älteren Politikinteressierten, die sich schwerpunktmäßig mit Kinder- und Jugendpolitik, der Ausweitung von kommunaler Mitbestimmung und mit ökologischen Projekten beschäftigen.

Vieles findet sich hier in unserem “Lippeblog”. Die nächsten Themen sind zum Beispiel der Jugendaustausch im Rahmen der Lemgoer Städtepartnerschaften und die dezentrale Nutzung der Windenergie.