Die Falschinformationen

Nach Auffassung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW droht nach Fukushima erneut, dass Lügen und Desinformationskampagnen rationale Entscheidungen in der Energiepolitik verhindern.Deshalb werden die vier krassesten Lügen der Großkonzerne entlarvt, durch die der Umstieg auf dezentrale regenerative Energieerzeugung gebremst werden soll.

Hier die Presseerklärung des IPNNW

Advertisements

Unglaublich: AKWs nicht versichert

Vor kurzem berichteten wir über die Unglaublichkeit, dass Unfälle von deutschen Atomkraftwerken nicht versichert werden. Das Fernsehmagazin PANORAMA liefert weitere Informationen und hat mögliche Versicherungsprämien errechnen lassen.

Das Ergebnis: Würden die Atomkraftwerke nur bis zur Hälfte der Schadenssumme von Tschernobyl versichert, würde der Atomstrom so teuer, dass er nicht mehr verkaufbar wäre. “Berücksichtigt man die Kosten solcher Versicherungsprämien, wäre selbst der teuerste Ökostrom in Deutschland noch billiger”, heißt es bei PANORAMA.

Deshalb haben unsere unverantwortlichen Politiker und Politikerinnen die fiktive Schadenssumme bei Unfällen auf 2,5 Mrd. Euro festgesetzt. Tschernobyl hat bis jetzt 200 Mrd. Euro verschlungen. Bis jetzt – und es geht weiter.

Greenpeace hat eine umfassende Bilanz zur Förderung der Atomkraft vorgelegt.

5 vor 12: Erinnerung an Atomkraftwerke

Alle zwei Wochen samstags um 5 vor 12 beginnt der Anti-AKW-Spaziergang durch die Lemgoer Mittelstraße. Nach den Verlängerungsbeschlüssen der Bundesregierung für die AKWs sollte nicht vergessen werden, das Atomkraftwerk Grohnde ist nicht weit von Lemgo entfernt. Es soll bis Mitte der dreißiger Jahre weiterlaufen. Deshalb schon einmal vormerken: Am zweiten Ostertag findet dort ein großer Protest-Familientag statt.

Es werden dort auch Landwirte aus dem Wendland teilnehmen. Denn bis heute gibt es keine Möglichkeit, den atomaren Müll über tausende von Jahren halbwegs sicher zu lagern. Irgendwann soll alles nach Gorleben. Unverantwortliche Politik. Hauptsache die Stromkonzerne können pro Tag 1 Million Euro einnehmen, jedenfalls, wenn es keine Störfälle gibt.

Eine andere Energiepolitik wird nur durch den Druck von unten möglich sein. Deshalb schon einmal vormerken: Der nächste “5 vor 12 – Spaziergang” findet am 12. März statt. Start immer am Kanzlerbrunnen.

5 vor 12


Wer der Meinung ist, dass die Atomenergiepolitik hochgradig unverantwortlich ist, der sollte dies auch zeigen. Der zweite Anti-Atom-Spaziergang in Lemgo beginnt am kommenden Samstag um fünf vor zwölf am Ostertor.

Atomkraft – nein danke – jetzt erst recht

Aktuell: Jederzeit aktuelle Informationen über den Verlauf des Castor-Transports und die Aktionen der Demonstranten

Am Wochende finden im Wendland und an der Transportstrecke Demonstrationen gegen die Castor-Transporte von Atommüll statt. Jeder weiß um die unverantwortliche Situation, dass es immer noch kein geeignetes Endlager für den ständig zunehmenden hochradioaktiven Müll gibt.

Stattdessen wird eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke beschlossen, damit die vier großen Energiekonzerne weiter gigantische Gewinne erzielen können und damit der weitere Ausbau regenerativer Energien aufgehalten werden kann. Vor allem kann die unliebsame Konkurrenz fortschrittlicher regionaler Energieversorger behindert werden. Auch die Stadtwerke Lemgo bekommen das zu spüren.

100 000 sagen: Schluss jetzt

100 000 junge und ältere Demonstranten zeigten in Berlin ihren bunten Protest gegen die unverantwortliche Atompolitik der Regierung. Die SPD-Führung nahm an der Demonstration teil. Die lippische SPD hat sich nichts merken lassen, sonst wären sicher Mitfahrgelegenheiten oder Busse nach Berlin angeboten worden.

Durch die AKW-Laufzeitverlängerung sind gerade auch die kommunalen Energieerzeuger wie die Stadtwerke Lemgo von den negativen Folgen für die dezentrale Energieerzeugung betroffen. Auch in Lemgo müsste darüber diskutiert werden.

Ein Film über die Demo.