Montag Mahnwache in Lemgo

Die Lemgoer Grünen rufen zur Teilnahme an einer parteiunabhängigen Mahnwache auf – “Fukushima ist überall”.
Bundesweit werden am morgigen Montag abend solche Mahnwachen stattfinden, Initiator ist das Netzwerk.

In dem Aufruf heißt es: “Wir wollen Solidarität mit den Menschen in Japan zeigen und gleichzeitig an die weltweite Bedrohung durch die Atomenergie erinnern.”

Da um 18 Uhr die Ratssitzung im Rathaus beginnt, wird die Lemgoer Mahnwache bereits um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz beginnen.

Interview mit dem KKW-Sicherheitsexperten Wolfgang Renneberg

Atomindustrie mit mehr als 200 Milliarden subventioniert – bis jetzt

Atomkraft ist für die großen Energieversorger ein Milliardengeschäft – weitgehend finanziert durch den Steuerzahler. Eine aktuelle Studie, berichtet die SPD, hat die staatlichen Subventionen an Atomkonzerne unter die Lupe genommen: Über 200 Milliarden Euro hat die Branche schon kassiert. Ein dreistelliger Milliardenbetrag kommt in den nächsten Jahren noch dazu.

Hier mehr bei Greenpeace

SPD ruft zur Anti-Atom-Demo auf

Auch die SPD ruft dazu auf, gegen die unverantwortliche Atompolitik zu demonstrieren. Laufzeitverlängerungen und Herabsetzung der Sicherheitsanforderungen für die Kernkraftwerke dürfen nicht hingenommen werden. Niemand sollte dabei tatenlos zusehen. Der SPD-Parteirat ruft zur Teilnahme an der großen Protestdemonstration in Berlin auf.

Wer noch keine Mitfahrgelegenheit hat, kann sich bei den Lemgoer GRÜNEN anmelden.

Übrigens das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln soll bis 2032 laufen. Hier der Überblick über die deutschen Atomkraftwerke und vorläufigen Atom-Lagerstätten.

Bundesregierung auf Atomkurs

Die Bundesregierung beschließt einen “Atomkompromiss”, nach dem die Laufzeiten der Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre verlängert werden sollen. Die Idee, die Kraftwerke sicherer gegen Flugzeugabstürze zu machen, wischte Angela Merkel persönlich vom Tisch. Eine solche Nachrüstung dauere acht Jahr. Das lohne sich nicht. Für die vier großen Stromkonzerne lohnt sich dieser Deal schon: Mehreinnahmen von 120 Milliarden Euro.

Die “Brennelementesteuer” als zusätzliche Abgaben macht davon maximal 25 Prozent aus. Da die Steuer vom Betriebsergebnis abgesetzt werden kann, sind die Einnahmen des Bundes deutlich geringer als ursprünglich behauptet.

Dieser Beschluss wird gefasst, ohne dass die Endlagerung des Atommülls geklärt wäre. Die dezentrale Stromerzeugung wird durch die Multis drastisch behindert. Die Stadtwerke rechnen mit Verlusten zwischen 3 und 4 Milliarden Euro.

Angela Merkel sollte Hundertausende von Protestbriefen erhalten! Machen Sie mit. Schicken Sie den Brief noch heute ab. Nutzen Sie diesen Vordruck.

Möglichst viele sollten am 18. September in Berlin gegen die unverantwortlichen Geschenke an die Atomindustrie protestieren. Machen Sie mit bei der Großdemo in Berlin.

Atomkraft: Schluss jetzt

Die Regierung will die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern. Angela Merkel spricht inzwischen von 10 bis 15 Jahren. Als Gegenleistung soll ein Teil der Gewinne “abgeschöpft” werde und vielleicht für die Entwicklung regenerativer Energien ausgegeben werden. Vielleicht soll das aber auch nur als “freiwilliger Beitrag” von der Atomindustrie gefordert werden.

Um es noch einmal klar vor Augen zu haben: Die Atomkraft wurde mit enormen staatlichen Zuschüssen über Jahre subventioniert. Begleit- und Folgekosten übernimmt in großem Stil der Staat. Die Endlagerung des Atommülls ist nicht geklärt, die Zwischenlagerung kostet schon jetzt Milliarden, z.B. bei der Sanierung von Asse II.

„Für die älteren – und in den nächsten Jahren zur Stilllegung anstehenden – Atomkraftwerke ergeben sich „Zusatz“erträge von durchschnittlich 200 bis 300 Mio. Euro jährlich, für die neueren Anlagen summieren sich die jährlichen Zusatzerträge auf 300 bis 400 Mio Euro. Über alle (aktuell noch betriebenen) Atomkraftwerke und alle Betreiber summieren sich diese Zusatzerträge für jeweils ein Jahr Laufzeitverlängerungen auf ein Gesamtvolumen von 4,6 bis 6,2 Mrd Euro. Dies hat die Heinrich-Böll-Stiftung errechnet.

Rechtzeitig vor der Entscheidung wird am 18. September in Berlin eine Großdemonstration stattfinden und das Regierungsviertel umzingelt. Demonstrieren Sie mit für das Ende der Atomenergie!

Gefahr durch Atomkraftwerke

Jedem wird irgendwie mulmig sein, wenn er oder sie sich in der Nähe von Atomkraftwerken befindet. Jeder versucht den Betreibern und ihren Politikern zu glauben, die immer wieder behaupten, die Atomkraftwerke sind sicher.

Nach allen Erfahrungen kann man es sich kaum vorstellen, dass Hochtechnologie diese absolute und ewige Sicherheit hat. Auch die Entsorgung ist für die notwendigen Tausende von Jahren in keiner Weise gesichert.

Trotzdem sollen die Laufzeiten verlängert werden. Die schwarz-gelbe Bundesregierung will das so. Na ja, bei abgeschriebenen Atomkraftwerken machen die Betreiber 1,5 Millionen Euro Gewinn – pro Tag.

Aber noch mulmiger wird es einem, wenn man den Fernsehbericht des Magazins “Kontraste” sieht oder nachliest.

Deshalb vormerken: Anti-AKW Demo in Berlin am 18.09.2010