Hohe Auszeichnung für Dr. Dieter Attig

Der Deutsche Solarpreis wird alljährlich in acht Kategorien von der “Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V.” mit Sitz in Bonn verliehen.
Fünf von neun Deutschen Solarpreisen gehen dieses Jahr nach Nordrhein-Westfalen. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz schreibt zur Preisverleihung an Dr. Dieter Attig:

“Dr. Dieter Attig erhält den Deutschen Solarpreis als Sonderpreis für persönliches Engagement. Dieter Attig ist seit 35 Jahren in der kommunalen Energiewirtschaft tätig. In dieser Zeit hat er den Umbau der Energieversorgung mitgestaltet. Der promovierte Ingenieur war zunächst für 20 Jahre Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo. Dort machte er sich durch sein Engagement beim Ausbau der Fernwärmeversorgung und bei der Entwicklung standardisierter Blockheizkraftwerke einen Namen. Im Jahr 1997 wurde Dieter Attig erst Vorstandsmitglied und dann Vorstandsvorsitzender der STAWAG (Aachen). In dieser Zeit hat er sich als Pionier der Bioenergienutzung hervorgetan. Als Initiator und wichtiger Impulsgeber gründete er zusammen mit drei anderen Kommunalversorgern Trianel als Handelsplattform unabhängiger Stadtwerke. Inzwischen ist er bei den Stadtwerken in Saarbrücken und Präsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung.”

100 % erneuerbare Stromversorgung ist möglich

100 % erneuerbaren Stromversorgung ist möglich, sagt der Sachverständigenrat für Umweltfragen. Auch den Weg dahin beschreiben die Fachleute und überreichen Umweltminister Röttgen ihr Gutachten.Die Experten sagen gleich dazu, dass für die zuverlässige Energieversorgung in Deutschland eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und neue Kohlekraftwerke unnötig seien.

“Nur eine 100 % erneuerbare Stromversorgung ist wirklich nachhaltig“, sagte Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU), anlässlich der Übergabe des Sondergutachtens an Bundesumweltminister Röttgen. „Diese ist langfristig realistisch und bezahlbar, wenn die Bundesregierung heute verlässliche Anreize für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, der notwendigen Speicher und der Netze setzt.“

Das Sondergutachten macht nun Vorschläge zur Weiterentwicklung der politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Hier die Kurzfassung der Empfehlungen.

Atomkraft – nein danke – jetzt erst recht

Aktuell: Jederzeit aktuelle Informationen über den Verlauf des Castor-Transports und die Aktionen der Demonstranten

Am Wochende finden im Wendland und an der Transportstrecke Demonstrationen gegen die Castor-Transporte von Atommüll statt. Jeder weiß um die unverantwortliche Situation, dass es immer noch kein geeignetes Endlager für den ständig zunehmenden hochradioaktiven Müll gibt.

Stattdessen wird eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke beschlossen, damit die vier großen Energiekonzerne weiter gigantische Gewinne erzielen können und damit der weitere Ausbau regenerativer Energien aufgehalten werden kann. Vor allem kann die unliebsame Konkurrenz fortschrittlicher regionaler Energieversorger behindert werden. Auch die Stadtwerke Lemgo bekommen das zu spüren.

SPD Lippe für dezentrale Energieversorgung

Auf ihrem Kreisparteitag in Bad Salzuflen hat die lippische SPD ein dezentrales Energieversorgungssystem für ganz Lippe gefordert. Die Kommunen, die zurzeit noch Konzessionsverträge mit den großen Energiekonzernen haben, sollen nach deren Auslaufen Lösungen in Zusammenarbeit mit den lippischen Stadtwerken suchen.

Nur so kann es zu einem schnelleren Umsteigen auf regenerative Energieerzeugung kommen, Kraft-Wärme-Kopplung ausgebaut werden und Energieeffizienz verwirklicht werden. Vor allem sollte niemand in Lippe auf Atomstrom angewiesen bleiben. Außerdem können mehr Aufträge an lippische Betriebe vergeben werden. Die Monopolstellung der Groß-Energieerzeuger RWE und E.On kann zurückgedrängt werden. Dezentrale Energieversorgung ist eine wichtige Form der Demokratisierung, wie MdB Hermann Scheer (SPD) deutlich macht.

Früh genug sollte vor Ort in Augustdorf, Blomberg, Dörentrup, Kalletal, Leopoldshöhe, Lügde und Schieder-Schwalenberg die SPD dieses Thema auch öffentlich aufgreifen.