1. Mai

Heute ist der “Tag der Arbeit” und der Arbeiterbewegung. Angesichts zunehmender Unsicherheiten in den Arbeitsverhältnissen, nach wie vor großer Probleme mit der Arbeitslosigkeit und der riesigen Umverteilungsmaschinerie zugunsten des internationalen Großkapitals mit der breiten Finanzierung durch die Steuerzahler ist die Besinnung auf die Tradition dieses Tages wichtiger denn je. Hier ein Blick zum DGB.

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Am 1.Mai zur Demo nach Detmold

“Wir demonstrieren am 1. Mai für Gute Arbeit, Gerechte Löhne und einen starken Sozialstaat. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen endlich vorgehen!” So steht es im offiziellen Maiaufruf des DGB. Das soll auch in Detmold deutlich gemacht werden. Um 11.00 Uhr startet der Demonstrationszug ab DGB-Haus, Gutenbergstzr.2 – um 12.00 Uhr beginnt die zentrale Kundgebung auf dem Marktplatz – um 13.00 Uhr geht dies über in ein großes Familienfest. Auch das Wetter soll hervorragend werden.

Die AfA des Kreises Lippe macht noch einmal deutlich, dass alles getan werden muss, um den weiteren Sozialabbau – wie ihn Schwarz-Gelb in der Schublade haben – zu verhindern. Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich in den letzten Jahren weiter vergrößert, der Staat muss für die unverantwortlichen Bankspekulationen gerade stehen, weitere Steuergeschenke sollen kommen und die Kommunen haben kein Geld mehr für die örtliche Daseinsvorsorge. Dem muss Einhalt geboten werden. Dabei müssen Gewerkschaften und soziale Parteien zusammen stehen.

Die SPD Lemgo und die Gewerkschaften

In der Ortsvereinsversammlung vom 12.08.2009 wurde die Frage diskutiert, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der Lemgoer SPD und den Gewerkschaften existrieren oder denkbar sind. Gastreferent war Günter Harrack . Der 2. Bevollmächtigte der IG-Metall Lippe und Betriebsratsvorsitzende von Zumtobel, Günther Harrack, ist einer der wenigen in der SPD verbliebenen lippischen Betriebsräte.<!–more–>

Günter Harrack beschrieb in einem Interview seine Erfahrungen als Betriebsrat in den zur Mitbestimmung verpflichteten Gremien des Zumtobel-Konzerns. Es wurde deutlich, welchem Druck und welchen Konkurrenzsituationen die Arbeitnehmer in einem international agierenden Konzern ausgesetzt sind. Günter Harrack konnte mit Stolz darauf hinweisen, dass es durch die gewerkschaftsorientierte Vertretung von Arbeitnehmerinteressen gelungen sei, die Arbeitsplätze in Lemgo zu erhalten und für die absehbare Zukunft zu sichern. Entsprechende Betriebsvereinbarungen seien jedoch nur durchsetzbar gewesen durchden hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad im Unternehmen.

In den letzten Jahren sei deutlich geworden, dass die Stadt Lemgo mit ihrem Bürgermeister zwar gelegentlich mit der Unternehmensleitung spreche, nicht aber mit den Arbeitnehmervertretern. Das sei unter Reinhard Wilmbusse als Bürgermeister völlig anders gewesen.

Günter Harrack übte deutliche Kritik an der SPD-Politik mit den Hartz IV-Beschlüssen und der Erhöhung des Rentenalters. Dadurch werde die SPD weiter massiv Wählerstimmen verlieren, war er überzeugt. Rolf Eickmeier stellte den “Deutschlandplan” von Frank-Walter Steinmeier als überzeugendes und realisierbares Politik-Konzept vor, dass zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen würde. Er sei froh, dass das auch von den Gewerkschaften zunehmend so gesehen werde.

Es entspann sich eine lebhafte und in Teilen kontroverse Diskussion über das Verhältnis von SPD und Gewerkschaften. Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Zusammenarbeit der Lemgoer SPD mit den lippischen Gewerkschaften fortgesetzt und intensiviert werden solle.