Deutschland und Griechenland

Wir haben es an dieser Stelle schon oft gesagt: Es ist für vernunftbegabte und vernunftbereite Menschen (Wer ist das nicht?) nicht verständlich, weshalb unter Führung Angela Merkels und zunehmend unter Führung Wolfgang Schäubles eine deutsche Finanz- und Wirtschaftspolitik in ganz Europa durchgesetzt wird, die volkswirtschaftlich schlicht nicht funktionieren kann und noch nie in der Geschichte der Menschheit irgendwo funktioniert hat. Allerdings ist sie tatsächlich erfolgreich für eine sehr kleine Schicht großer Vermögensbesitzer, sie lässt es weiter zu, dass große Finanzjongleure im internationalen Casino einiges für sich selbst abzweigen und sie macht anscheinend anderen immer noch Hoffnung, dass sie einmal zu den Gewinnern dieses Systems gehören könnten. Trotzdem: Erklärungen für das Fehlen breiter Proteste in Deutschland sind das nicht – gruselig in diesem Zusammenhang, was aus der sozialdemokratischen Partei (SPD) geworden ist. Im Folgenden eine kleine Auswahl informierender und nachdenklicher Texte. Weiterlesen

Neues Denken mit Griechenland

Wer halbwegs logisch denken kann und die Tatsachen, z.B. die Situation vieler Menschen in Griechenland, zur Kenntnis nehmen will, dem müssen die locker formulierten, aber unverantwortlichen Aussagen des deutschen Finanzministers Schäuble die Wuttränen in die Augen treiben. Die Aussage, das bisherige Troika-Hilfsprogramm habe in Griechenland schon Erfolg gehabt, der nun durch die linke Regierung gefährdet sei – nur das griechische Volk sei bei der Wahl und mit der Unterstützung seiner jetzigen Regierung in die Irre geleitet – kann vielleicht als „hirnrissig“ bezeichnet werden, da es aber nicht aus Mangel an Kenntnissen formuliert sein kann, ist es in höchstem Maße verantwortungslos. Um aus der Wut auf die Ebene der Vernunft zurückzukehren, ist eine Stellungnahme des griechischen Finanzministers Varoufakis hilfreich. Weiterlesen

Noch einmal Griechenland: Unverantwortliche Denkfehler

Es ist schon schmerzlich (im Kopf): Immer und immer wieder die Wiederholung der ökonomischen Denkfehler von Schäuble und anderen mächtigen Politikern. Eine schmerzende Missachtung der logischen Denkfähigkeit. Damit diese Erkenntnis verschüttet bleibt, verbreiten besonders in Deutschland hochdotierte „Journalisten“ einen oberflächlichen ideologischen Nebel. Soll das eigentlich immer so weiter gehen? Gesine Schwan und Gustav Horn haben die Denkfehler der Griechenland- und Europa-Krise noch einmal erläutert. Wer will, kann sie verstehen. Weiterlesen

Regierungsprogramm in Griechenland – Kritische Fragen an Deutschland

Wer sich die Mühe macht und in Ruhe, vielleicht sogar vorurteilslos die Argumente der griechischen Regierung zur Krise ihres Landes und zur EU-Politik durchdenkt, der wird unweigerlich Sinn und Logik verstehen. Jedenfalls ist es nahezu unmöglich, diese Argumente sachlich zu entkräften. Dass Merkel, Schäuble und ihre Vor- und Nachbeter damit persönliche Schwierigkeiten haben, ist auch verständlich. Wer hat schon die Größe, von den eigenen, zum Mantra erklärten, aber unlogischen Positionen abzurücken? Dennoch sehen sich die Damen und Herren zunehmend unbequemen Fragen gegenüber. Und nicht alle Bürgerinnen und Bürger sind so blöd, wie sie gemacht werden sollen – vielleicht stellen auch sie mehr Fragen. Weiterlesen

Offener Brief von Alexis Tsipras an Deutschland

Alexis Tsipras und seine Regierung versuchen alles ihnen Mögliche, um die Logik ihrer Politik zu erläutern. Eigentlich kann  es nicht schwer sein zu verstehen, dass die bisherige Verarmungsspirale unter Aufsicht der „Troika“ wieder einmal eine riesige Umverteilungsmasche zugunsten der seit eh und je Reichen und Herrschenden im Lande und in Europa war und ist. Alexis Tsipras schreibt deshalb einen offenen Brief an Deutschland. Wer könnte die Argumente und die Lösungslogik bestreiten? Hier der Brief. Weiterlesen

Schwer erträglich: Griechenland-Verurteilung

Die sogenannte Berichterstattung bzw. Meinungsmache über die griechische Regierung ist deshalb nur schwer zu ertragen, weil sie eine offensichtlich erfolglose Politik des Kaputtsparens weiterhin als alternativlos hinstellt, den griechischen Ministerpräsidenten und seinen Finanzminister – immerhin ein international renommierter Wirtschaftswissenschaftler – wie bockige Kinder beschreibt und weil diese unreflektierte neoliberale Ideologie schon in sich unlogisch ist. Es ist eigentliche eine Zumutung an den Verstand eines jeden nachdenkenden Menschen. Es kommt aber eine weitere Unverschämtheit hinzu. Weiterlesen

Ökonomische Vernunft in Deutschland Mangelware – warum?

Griechenland bringt es immer deutlicher an den Tag: In weiten Bereichen der Politik und ihrer veröffentlichten Meinung gibt es krasse Formen der ökonomischen Unvernunft – besonders auch die SPD-VertreterInnen zeichnen sich dadurch aus. An der Spitze der Bewegung stehen natürlich Merkel und Schäuble. Es kann noch so offensichtlich sein, dass ihre Spar-Rezepte nicht funktionieren, sie werden weiter propagiert und von den großen Medien nachgebetet. Wenn diese unlogischen Wirtschaftsgrundsätze nun von der griechischen Regierung infrage gestellt werden, muss man sich natürlich erst recht als Rechthaber aufplustern. Warum das so ist und warum auch die SPD – vielleicht doch wider besseres Wissen – dabei mitmacht, fragt Robert Misik. Weiterlesen

Es wird spannend in Europa – endlich!

Endlich! Endlich werden Fragen gestellt und diskutiert, die einen Ausweg aus der Krise in Europa eröffnen können. Endlich wird die vorherrschende menschenverachtende und in sich unlogische Politik in Frage gestellt. Merkel und Schäuble werden endlich mit „ihrem Latein“ für viele sichtbar am Ende sein. Sie und ihre Nachplapperer in der SPD oder besonders auch in den Medien haben keine Lösung für die Krisen in Europa. Die Lösung kann aus Griechenland kommen. Daran müssen sich viele „Betonköpfe“ noch gewöhnen. Der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat den international renommierten Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis zum Finanzminister ernannt. Seine Fachkompetenz und seine Lösungsvorschläge machen Hoffnung für ganz Europa. Weiterlesen

Griechenland und wir

Obwohl inzwischen fast alle europäischen Parlamente dem neuen Euro-Rettungspaket zugestimmt haben, wird nach wie vor viel Blödsinn über die Griechenland-Hilfe geredet. Manche Politiker machen das natürlich auch, um von eigenen Fehlern und Ungerechtigkeiten im eigenen Land abzulenken. Mit den Griechen hat man einen passenden Sündenbock gefunden.

Solange man Griechenland alle möglichen Fehler in die Schuhe schieben kann, muss man nicht darüber reden, dass der deutsche Wohlstand zum großen Teil über den Export mit niedrigen Lohnstückkosten erzielt wird. Unsere Einnahmen sind die Ausgaben anderer. Man will in Deutschland vor allem nicht darüber reden, dass die Wirtschaft auch durch die Stärkung der Binnenkaufkraft mit entsprechenden Lohnerhöhungen wachsen kann. Man muss dann nicht darüber reden, dass unsere Staatsschulden durch die Steuersenkungen der letzten 15 Jahre gestiegen sind oder anders formuliert: Einnahmen für Sozialleistungen und Infrastrukturinvestitionen lassen sich auch durch höhere Einnahmen erzielen. zum Beispiel durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Und man muss nicht darüber reden, dass die Großbanken mit ihren tricksigen Luftprodukten und ihrer Zockerei durch Steuergelder gerettet werden, weil sie so viel verzockt haben, dass sie die gesamte Wirtschaft in den Abgrund reißen würden. Wie lange will sich die Politik eigentlich noch diesen finanzkapitalistischen Gesetzmäßigkeiten alternativlos unterwerfen? Nur nebenbei gefragt: Wo ist in diesen Fragen eigentlich die SPD? Die hat doch eine lange Tradition in diesen Fragen.

Die Stimme aus Griechenland

Unsere Medien können uns nur ein eingeschränktes Bild der Situation der Menschen in Griechenland vermitteln. Und die BILD-Zeitung kann Vorurteile von den zu faulen Griechen unterschwellig und sogar offen verbreiten. Deshalb hier die Stimme der protestierenden Griechen. Ein Gastbeitrag des International Press Release of Syntagma Square & Call for demonstrations, kommentiert von Sabine Leidig

Das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC solidarisiert sich mit der Protestbewegung in Griechenland.

Zum vorhersehbaren Scheitern des Sparprogramms in Griechenland hier die NachDenkSeiten