Lemgo und die Grohnde-Gefahr

Grohnde-GefährdungszonrNiemand in Lemgo soll sich einbilden, dass  Störungen und Unfälle im Atomkraftwerk Grohnde weit genug weg seien. Deshalb muss über die Katastrophenschutzpläne des Kreises und für die Region informiert werden. Auch der neue Stadtrat muss sich dieser Verantwortung stellen. Dies gewinnt an Bedeutung, weil in Grohnde eine Reihe von technischen Verschleißerscheinungen festgestellt worden sind. Zurzeit steht das AKW deshalb still, EON will es aber am 20. Juni wieder anfahren. Viele fordern die Abschaltung jetzt. Am kommenden Samstag wird zu einer Demonstration in Hannover aufgerufen. Hier weitere Informationen. Weiterlesen

Aktive Lipper gegen Atomkraftwerke

Dr. Angelika Claußen, von der Organisation “Ärzte gegen Atomgefahren”, machte deutlich, dass nur wenige Menschen nach radioaktiver Verstrahlung kontaminiert werden könnten und auch Jodtabletteneinnahme kein wirksamer Schutz vor Strahlenkrankheiten sein könne. Katatrophenschutzpläne könnten keinen Schutz bieten. Aus ärztlicher Sicht gäbe es nur eine Schlussfolgerung: Die Abschaltung der AKWs – so schnell wie möglich.

Jochen Stay, von der Kampagne “ausgestrahlt”, rief in einer leidenschaftlichen Rede dazu auf, die Gelegenheit der Bundestagswahl zu nutzen, um die sofortige Stilllegung der Kernkraftwerke zu fordern. Niemand könne sich mit AKW-Laufzeiten bis 2022 und länger zufrieden geben. Er kritisierte vor allem die GRÜNEN auf Bundesebene, dass sie die noch viel zu langen Laufzeiten der neun in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke akzeptieren wollten.

Die von lippischen Landwirten organisierte Veranstaltung wurde durch die Musik von Georg Rox (Piano), Gabriela Koch (Gesang), Klaus Latza ( japanische Taiko Trommel) und das „MEK Bochum“, die mobile Einsatzkapelle Bochum, so stimmungsvoll gestaltet, dass die vielen Demonstranten trotz der Kälte lange aushielten und in ihrem weiter notwendigem Protest bestärkt wurden.