Mehr Bürgerbeteiligung – keine Schnapsidee

Mehr Bürgerbeteiligung ist keine Schnapsidee – im Gegenteil: viele politisch Verantwortliche, Wissenschaftler und aktive Bürgerinnen und Bürger beschreiben die Möglichkeiten und Notwendigkeiten. Hier eine Auswahl guter Argumente.

Vielleicht kann auch ein Praxisbeispiel aus der Nähe überzeugen. Schauen wir einmal nach Gütersloh, wo gerade in diesen Tagen der erste Bürgerhaushalt gestartet wird.

In Gütersloh gibt es schon seit Jahren ein aktives Jugendparlament. Deshalb haben vor einigen Monaten die Lemgoer JuSos und der Arbeitskreis “Jugend und Politik” in der SPD im Gemeindehaus von St.Johann eine Veranstaltung mit Gütersloher Jugendparlamentarieren durchgeführt. Deshalb haben die JuSos über ihre Ratsfraktion den Aufbau eines Jugendparlaments für Lemgo vorgeschlagen.

Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass in der Dezembersitzung des Jugendhilfeausschusses dieser Vorschlag auf die Tagesordnung gesetzt werden soll. Schaun wir mal.

Einladung zum „Runden-Tisch“ der Lemgoer Jugendorganisationen

Die Jusos Lemgo laden zu einem Runden-Tisch der Lemgoer Jugendorganisationen ein.
Bei dieser Veranstaltung soll diskutiert werden, welche Vorteile ein Jugendparlament bringt.

Die JuSos wollen die Ergebnisse und Erkenntnisse der letzten Wochen darstellen. Eine Lemgoer Delegation hat vor kurzem an einer Jugendparlamentssitzung in Gütersloh teilgenommen.

Die Veranstaltung wird am 8. Juli, um 19.00 Uhr im SPD-Bürgerbüro Lemgo (Breite Straße) stattfinden.

Alle Jugendorganisationen sind herzlich eingeladen – ebenso unorganisierte, aber interessierte junge Leute, schreibt Lasse Huxoll, der kommissarische Vorsitzende der Jusos Lemgo.

Jugendparlamente – beeindruckende Bilanz

<img style=”align:left;display:absolute;” src=”http://gymnasium-blomberg.de/wiki/uploads/Archivtexte/StartSeite/Foto1.jpg”alt=”Jugendparlamentarier”>“Das war schon eine beeindruckende Bilanz, die Jugendparlamentarier aus Gütersloh und Kalletal nach einigen Jahren engagierter Arbeit ziehen konnten.” Diese Meinung teilten alle jungen Leute, die in das Gemeindezentrum St. Johann gekommen waren, um über die Frage diskutieren zu können: “Braucht Lemgo ein Jugendparlament?” Eingeladen hatte der Arbeitskreis “Jugend und Politik” in der SPD.

Sowohl die Kalletaler als auch die Gütersloher Jugendparlamentarier bezeichneten die Unterstützung durch die politischen Gremien und vor allem durch die Verwaltung als enorm wichtig für das Zustandekommen eines Parlaments und als unerlässlich für kontinuierliches Arbeiten.

Das zeige sich auch in der Zusammenarbeit mit dem Rat, durch die Mitgliedschaft in dem Jugend-Fachausschuss, dem Anhörungsrecht und regelmäßigen Gesprächen mit Bürgermeister oder Bürgermeisterin. Auf diesen Wegen seien schon viele Aktionen und Projekte möglich gemacht worden. In Gütersloh haben die Jugendparlamentarier nicht nur ein eigenes Büro, sie bekommen auch Sitzungsgelder wie die sachkundigen Bürger.

“Auf diese Weise können die Ideen und Aktivitäten junger Leute Früchte tragen”, so Lorenz Schwochow, Sprecher des Jugendparlaments in Gütersloh. Man arbeite parteiübergreifend und kooperiere mit den Schulen und anderen Gruppierungen. Auch die alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen finden in den weiterführenden Schulen statt.

Sowohl Olga Harms, JuPa Kalletal, als auch die Gütersloher Gäste berichteten von den enormen persönlichen Fortschritten, die sie nach und nach durch die Herausforderungen im JuPa gemacht hätten und die ihnen danach in Schule, Ausbildung oder Studium zugute gekommen seien.

Olga Harms formulierte selbstbewusst: “Wenn Jugendliche in der Kommunalpolitik gehört werden, verbessern sich viele der Beschlüsse. Wir haben gemerkt, dass Jugend und Politik zusammenpassen können.”

Diskussionsleiter Philipp Paschko vom Lemgoer Arbeitskreis “Jugend und Politik” warf schließlich die Frage nach den Lemgoer Möglichkeiten auf und konnte dabei eine Einladung nach Gütersloh entgegen nehmen: “Viele wissen nicht, wie ein JuPa arbeitet. Kommt mit interessierten Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister zu uns nach Gütersloh, nehmt an einer JuPa-Sitzung teil und diskutiert dann zuhause weiter.”

Jugendparlament in Lemgo?

Der Lemgoer SPD-Arbeitskreis “Jugend und Politik“ möchte die Frage nach einem Jugendparlament aufwerfen. In vielen Städten und Gemeinden gibt es Jugendparlamente. Jugendliche wählen ein eigenes Parlament, einigen sich auf gemeinsame Forderungen und vertreten sie gemeinsam. Würde auch in Lemgo ein Jugendparlament den Interessen junger Leute ein größeres Gewicht verleihen?

Diese Frage soll am 24.03.2010 im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung stehen. Junge Leute aus den Jugendparlamenten in Kalletal und Gütersloh berichten über ihre Erfahrungen und stehen für Fragen zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung von Philipp Paschko.

Alle Jugendlichen sind herzlich eingeladen, insbesondere aus den Jugendabteilungen von Vereinen und Kirchen, aus den Jugendorganisationen der Parteien und den Schülervertretungen der Schulen.

Jugendparlament in Lemgo? – Mittwoch, 24. März, 19.00 Uhr – Gemeindehaus St. Johann, Hinter dem Kloster 1

Neues aus dem Arbeitskreis

Der Arbeitskreis “Jugend und Politik” führt im März zwei größere Veranstaltungen durch. Für Montag, den 8.März ist der Politikwissenschaftler Serge Embacher aus Berlin eingeladen, der seine neuesten Untersuchungen zur Entwicklung unserer Parteiendemokratie zur Diskussion stellen wird. Das Thema der Veranstaltung lautet: “Demokratie! Nein danke? – Wege aus dem Politikverdruss”:

Am 24.03.2010 folgt eine Diskussionsveranstaltung zu den Möglichkeiten eines Jugendparlaments. Mitglieder und Mitarbeiter des Jugendparlaments Gütersloh haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.
Weitere Berichte folgen.

Kinderfreundliche Stadtentwicklung

Es gibt inzwischen viele Kommunen, in denen die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Stadtentwicklung selbstverständlich geworden ist. Gerade auch ein Jugendparlament kann dabei eine geeignete Form der Beteiligung sein. Grundlagen und Beispiele kommunaler Kinder- und Jugendpolitik werden auf folgender Plattform vorgestellt.

Auch für die Stadtentwicklung in Lemgo finden sich hier viele Anregungen. Es heißt dort: “ Im Wettbewerb der Kommunen werden diejenigen gewinnen, die im „Ranking“ beim Kriterium Kinder- und Familienfreundlichkeit die vorderen Plätze belegen. Der Spielraumbeirat im Deutschen Kinderhilfswerk setzt sich dafür ein, den politischen Druck auf die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Planung in solche Programme umzusetzen, die geeignet sind, eine kinder- und familienfreundliche Entwicklung der Kommunen zu unterstützen. Kinderfreundlichkeit kann zum kalkulierbaren Wirtschaftsfaktor auf hohem Niveau werden. Eine kinderfreundliche Stadtentwicklung liegt nicht nur im Interesse von jungen und erwachsenen Menschen, sondern daher im ureigensten der kommunalen Haushalte und der Krankenkassen.“

Weitere Anregungen bietet das Deutsche Kinderhilfswerk, z. B. auch mit der Beschreibung beispielhafter Projekte. Soll daraus eine umfassende kommunale Politik-Konzeption werden, bietet die Beschreibung vielfältiger Praxisbausteine eine umfassende Grundlage. Wäre das vielleicht etwas für die Lemgoer SPD?

Jugendparlament in Extertal?

In Extertal gibt es eine neue Initiative für ein Jugendparlament. Die Freien Wähler haben diese Idee wieder in die Diskussion gebracht. Sie begründen ihren Vorschlag damit, dass es wichtig sei, als junger Mensch aktiv in unser demokratisches System hineinzuwachsen und mit der Notwendigkeit, gerade in der Kommunalpolitik verstärkt und gezielt die Interessen junger Leute zu berücksichtigen. Was liegt da näher, als dass junge Leute selbst ihre Vorschläge und Forderungen ausarbeiten.<!–more–>

In einer ersten Diskussionsphase sollen Schulen und Jugendorganisationen einbezogen werden. Gleichzeitig sollen die Erfahrungen anderer Kommunen, in denen es bereits Jugendparlamente gibt, ausgewertet werden.

Vor einigen Jahrten war in Extertal eine solche Initiative versandet, weil die organisatorische Umsetzung zu schwierig erschien  und weil auch von Jugendlichen über einen etwas längeren Zeitraum eine verbindliche Mitarbeit notwendig war.

“Jugend und Politik”: Einladung zum nächsten Treffen

Der Arbeitskreis “Jugend und Politik” trifft sich am 27.Oktober um 19.00 Uhr in der Friesenstube.

Es geht unter anderem um ein Jugendparlament für Lemgo. Folgende vorläufige Tagesordnung ist vorgesehen:<!–more–>

Vorschlag zur Tagesordnung im Arbeitskreis “Jugend und Politik”

  1. Gabriel-Brief zur Situation in der SPD und mögliche Stellungnahmen
  2. Situation der Partei in Lemgo
  3. Vorbereitung  der OV-Versammlung vom 7. November
  4. Antrag „Jugendparlament“
  5. Veranstaltung „Mehr Demokratie wagen“
  6. Verschiedenes

Zu dem wichtigen Punkt 4 wird Lasse einiges vortragen. Zur Einstimmung weist er schon einmal auf einen Link hin, in dem die Satzung des Jugendparlamentes in Gütersloh zu finden ist.

Interessant vielleicht auch der Bericht von einem Besuch der SPD-Kreistagsfraktion beim Kalletaler Jugendparlament.

Datenbank guter Beispiele von Kinder- und Jugendbeteiligung