Ansätze im Klimaschutz ausbaufähig

Seit dem 9. Dezember 2008 gibt es für Lemgo eine Klimaschutzkonzeption, die von einem Heidelberger Fachinstitut ausgearbeitet worden war. In der jüngsten gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Verkehrsausschuss zog der beratende Ingenieur Rainer Joswig eine Zwischenbilanz. Sie fiel doch sehr durchwachsen aus. Überlegungen zu konkreten Maßnahmen blieben in der Lemgoer Politik trotz aller Bemühungen bisher “Randthema”.

Es gibt eine Reihe von durchaus erfolgreichen Bemühungen der Stadtwerke und der Stadt, z.B. für Informationen und Erfahrungsaustausch zu den Themen Energiesparen und Stromeffizienz zu sorgen. Insbesondere das Energie- und Umweltzentrum ist dabei sehr aktiv. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist jedoch auch dabei noch ausbaufähig. Wenn allerdings weitere Bausteine des Konzepts planvoll vorangebracht werrden sollten, sei dafür eine Fachkraft erforderlich. Ein Zuschussantrag sei gestellt worden.

R.Joswig benannte drei wichtige Ausbaubereiche. Die Nutzung der Windenergie sei erkennbar ausbaufähig. Ein großes Potential liege in der Gebäudesanierung. “Hier spielt die Musik in den nächsten Jahre”, unterstrich R.Joswig. 30 Millionen Euro könnten pro Jahr durch die Steigerung der Energieeffizienz eingespart und sinnvoll investiert werden. Auch die Überlegungen im Verkehrssektor (Stadtbus, Car-sharing, Elektrofahrzeuge) seien noch nicht konkretisiert worden.

Zusammenfassend könne man feststellen, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Klimaschutzes verkannt werde. Es gebe in Lemgo ein geschätztes Investitionsvolumen von 225 Millionen Euro.

Informationen zum Lemgoer Klimaschutzkonzept.

Stellungnahme von Bündnis 90/Die Grünen in Lemgo

NRW Vorreiter beim Klimaschutz

Die rot-grüne Landesregierung hat die “Eckpunkte” für ein neues Klimagesetz beschlossen. NRW soll Vorreiter beim Klimaschutz werden. Im NRW-Koaltionsvertrag wird bekanntlich Lemgo als Vorbild für die Kraft-Wärme-Kopplung beschrieben. Leider wird der Ausbau regionaler Energieversorgungssysteme durch die Stadtwerke mit dem Beschluss der Bundesregierung zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten massiv gebremst.

Mitteilung des NRW-Umweltministeriums

Weltklimagipfel beginnt in Kopenhagen

Fast zwei Wochen lang beraten 192 Länder mit ca. 18.000 Teilnehmern in Kopenhagen, wie der Klimawandel aufzuhalten ist und die langfristigen Lebenschancen aller bewahrt werden können. Mit der derzeitigen Lebensweise sorgen wir jährlich umgerechnet drei Monate lang mit unserem Energieverbrauch und dem CO-2-Ausstoß für die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Was können wir tun?<!–more–>

Wir müssen als betroffene Bürgerinnen und Bürger den Druck auf die verantwortlichen Politiker zu einem internationalen Klimaschutzprogramm erhöhen. Wir müssen uns in unserem eigenen Land gegen die Energie-Großkonzerne und ihre  politischen Wasserträger wenden, die dieses Umdenken behindern. Besonders die FDP und die CSU handeln unverantwortlich.

Wir können jedoch auch selbst viel zum Energiesparen beitragen. Wir können dem Sprichwort glauben: Kleinvieh macht auch hierbei viel Mist. Wir haben dabei sogar den großen Vorteil, dass wir unsere eigenen Energie-Ausgaben verringern.

Jede Kommune sollte diese Bemühungen planvoll unterstützen. In Lemgo ist damit bereits vor Jahren begonnen worden. Empfehlenswert in diesem Zusammenhang: die Klimaschutzkonzeption für Lemgo.

Viele der für Lemgo vorgeschlagenen Maßnahmen müssen verstärkt ins Bewusstsein gerückt werden. Es ist noch vieles zu tun – in Lemgo und überall.

Aktionen mit CAMPACT.