„Zerstörtes Vertrauen“ – ein politischer Kampfbegriff

Noch einmal ein paar Hintergründe der Brüsseler Griechenland-„Einigung“ von Wolfgang Lieb auf den NachDenkSeiten. Wolfgang Lieb erwähnt dabei auch die ideologisch-einseitige Berichterstattung in unseren Hauptmedien mit Journalistinnen und Journalisten, die überwiegend zur eigenständigen Recherche oder zum Erkennen der Widersprüche in der herrschenden Politik unfähig sind. Viele haben ihr Handwerkszeug an der Garderobe für vermeintlich Prominente abgegeben. Sie fühlen sich unter Ihresgleichen in der Berichterstattung und Kommentierung aus dem „Reich der Mächtigen“. Früher nannte man das „Hofberichterstattung“. Weiterlesen

„Die Anstalt“ im ZDF: Sprachlosigkeit beendet

Nicht wenigen Bundesbürgern*innen muss es in den letzten Monaten die Sprache verschlagen haben. Mit Bundespräsident Gauck vorneweg wird das weltweite – ausdrücklich auch militärische – Eingreifen der Bundeswehr und der  NATO gefordert. Die Bundesrepublik sei so stark, sie müsse ihre (militärische) Zurückhaltung aufgeben. Erinnerungen an Geschichte, die Kriegs und Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik? Fehlanzeige! Stattdessen die Eskalation der Auseinandersetzung mit Russland, immer weiter provoziert und geschürt – ohne die Spur einer Entspannungsstrategie. Erinnerungen an die Entspannungs- und Friedenspolitik Willy Brandts? Anscheinend nie gehört. Auch Außenminister Steinmeier (SPD) setzt kein Gegengewicht. Weiterlesen

Journalisten verdrängen ihre Fehlleistungen

Ja, Robert Misik hat recht. Ja, es gibt in der bundesrepublikanischen Medienlandschaft noch einige Farbkleckse, die die unsinnige, unlogische und vor allem gefährliche Mehrheitsökonomie mit Mutter Merkel nicht mitmachen. Aber es ist erschreckend unverständlich, warum scheinbar seriöse Journalisten so massenhaft ihren Verstand ausgeschaltet haben. Opfer ihres eigenen Apparats? Oder einfach zu dumm und blind, um Zusammenhänge zu erkennen?

Spricht man sie darauf an, versuchen sie sich natürlich wortreich zu wehren. Nach ihrem offiziell herausgestellten Selbstverständnis recherchieren sie unabhängig und beziehen dabei auch unterschiedliche, sogar gegensätzliche Informationen ein. Warum eigentlich nicht in Wirtschaftsfragen? Zu kompliziert? Oder würde man zu schnell selbst merken, was man tut? Verdrängen von (Selbst-)Erkenntnis ist dann die einfachste Lösung. Schrecklich!