Der große Demographie-Bluff

Seit Jahren wird von der problematischen demographischen Entwicklung mit immer mehr älteren und weniger jüngeren Menschen geredet. Da die arbeitenden Jüngeren nach dem früher geltenden Generationenvertrag die Sozialleistungen der Älteren finanzieren müssten, träte eine Finanzierungslücke auf. Besonders auch SPD-Politiker mit Walter Riester und Franz Müntefering an der Spitze traten mit dieser schlichten Rechnung auf. Sie ist zwar schlicht, aber eignet sich hervorragend, um der Versicherungswirtschaft ein riesiges Betätigungsfeld zu bieten. Nun hat ein ZEIT-Wissen-Dossier für etwas Licht in der Vernebelung gesorgt. „Werden wir wirklich zu alt? Vier Irrtümer über den Demografiewandel + eine Bitte an den Deutschen Bundestag“. – So ist ein Dossier [PDF – 810.2 KB] im ZEIT Magazin vom 07.10.2013 überschrieben. Weiterlesen

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Empörend: Die Riester-Rente

Die Riester-Rente – gut für die Versicherungswirtschaft. Ganz schlecht für die Menschen mit geringem Einkommen, besser für die mit höherem Einkommen, gut auch für die, die älter als 90 Jahre werden, profitabel für die, die älter als 100 Jahre alt werden. Eine aufschlussreiche Analyse in der ARD. Zu finden in der ARD-Mediathek oder auch auf you-tube.

Was ist zu tun? – Hinweise von Albrecht Müller (NachDenkSeiten.de)

Wohin steuert die SPD?

Setzt sich die SPD auch in Zukunft für die Rente mit 67 ein? Sollen die Fragen der Gerechtigkeit mit dem immer weiteren Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich einer liberalen Wirtschaftspolitik untergeordnet werden? Die Diskussionen verstärken sich in der SPD vor dem nächsten BundesParteitag. Sigmar Gabriel hat dazu einige Orientierungspunkte gesetzt.

Natürlich stimmt es, dass staatliche Sozialleistungen und steigende Rentenzuschüsse angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr Geld kosten. Selbstverständlich muss der Staat angesichts dieser Probleme auf der Einnahmeseite ebenso Verbesserungen erreichen wie er die dann vorhandenen Mittel in einem intelligenten Mix von Wirtschaftsförderung und sozialer Sichuerheit einsetzen muss.

Wer im Rahmen unseres hochentwickelten Staates reich und superreich werden kann, muss sich in stärkerem Maße an den gesamten Systemkosten beteiligen – zum Beispiel über höhere Steuersätze oder die Vermögenssteuer. Dadurch wird kein Reicher arm.

Dazu ein lesenswerter Beitrag.