Lemgo „slow“?

“Lemgo punktet in der Region als erste Kommune, in der zumindest das Gespräch einer stärker ökologisch und regional ausgerichteten Stadtpolitik gesucht wird, in der Wertschätzung mit Austrahlung verbunden wird.” So steht es anerkennend in einer Erklärung des Vereins Lippe qualität. Ob es jemals mehr als ein interessantes Gespräch werden wird?

Organisiert von den Lemgoer GRÜNEN fand ein solches Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen (im Bild mit Dr. Burkhard Pohl) aus dem Münsterland statt, die den international anerkannten Titel “cittaslow” vor wenigen Jahren verliehen bekam. Mit allem, was Lemgo zu bieten hat, könnte sie sich da auch gut einreihen, meinten die meisten der gut 100 Besucher. Allerdings gefiel einigen der Begriff “slow” im Zusammenhang mit Lemgo garnicht. Warum eigentlich nicht? Das hätte doch was, wenn Lemgo sich von der Hektik anderer Städte durch Atemholen, Nachdenklichkeit und mehr Nachhaltigkeit unterschiede, meinten andere Diskussionsteilnehmer.

Der Bericht der Lemgoer GRÜNEN.

Armut und Beteiligung in Lemgo

Wir haben in unserem “SozDemoLemgo-Blog” schon häufig auf die in den letzten Jahren immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich hingewiesen. Armut gibt es in jeder Stadt. Umso wichtiger ist es, die Augen davor nicht zu verschließen oder allenfalls das Problem den Kirchen zu überlassen.

“Vor allem alleinerziehende oder kinderreiche Familien, Menschen ohne Arbeit, ohne Bildungsabschluss oder mit Migrationshintergrund sind armutsgefährdet. Dabei zeigt sich, dass es für diejenigen, die einmal in Armut geraten sind, immer schwieriger wird, sich wieder aus ihr zu befreien.” (Zitat aus “Aus Politik und Zeitgeschichte”, Dez. 2010) Ein Blick auf die katastrophale Situation von Zeitarbeiterinnen und die Antwort der SPD zu diesen Problemen wirft ein Leserbrief im VORWÄRTS.

Gerade auch von Armut bedrohte oder betroffene Menschen müssen ihre Fragen, Interessen und Ideen verdeutlichen können. Auch sie sollten Einfluss auf die Stadtentwicklung nehmen. Wie sieht’s damit in Lemgo aus? Eine Bestandsaufnahme wäre dringend nötig.

Anregungen für Interessierte bietet die o.g. Broschüre.

Wichtig natürlich dann auch Überlegungen, wie bisher Unbeteiligte stärker in die Stadtentwicklung einbezogen werden können unter dem Titel “Miteinander Stadt entwickeln”.

Rotes Sofa in Lemgo

Gute Idee: Auf einem roten Sofa konnten Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz und später am Hanse-Zentrum ihre Meinungen und Ideen vorbringen zur Versorgungssituationm in der Innenstadt. Viele wollen gerne zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Innenstadt einkaufen. Das war schon einmal das vorläufige Fazit von Ute Bauer vom Berliner Büro für integrierte Planungen. Diese Bürgerbeteiligung findet im Rahmen eines Projekts der Bundesregierung statt, in dem auch die Innenstadtentwicklung in Lemgo untersucht wird.

Nach der Auswertung einer Vielzahl von Gesprächen – auch mit Gewerbetreibenden und Hausbesitzern – sollen im September die Ergebnisse der Gespräche und Stellungnahmen präsentiert werden, um dann auch Zukunftsperspektiven aufzeigen zu können.