In Lemgo großes Interesse an Windenergie

Mehr als 80 Interessierte drängten sich im Stadtpalais-Saal, als vertikale Windenergieanlagen vorgestellt wurden. Die Veranstaltung wurde von der “Arbeitsgemeinschaft Zukunft für Lemgo” in Zusammenarbeit mit der Firma Kunde durchgeführt. Referent des Abends war Diplomingenieur Michael Broser von der Silent Future Tec GmbH aus Arbing (Österreich).

Die Vorteile der vertikal drehenden Anlagen liegen in ihrer Wartungsfreundlichkeit, der Geräuscharmut und der Möglichkeit, sie in Bodennähe auch bei wechselnden Winden einsetzen zu können. “Die Rotorblätter stehen immer optimal zum Wind”, erklärte Michael Broser. Er verschwieg jedoch nicht die Schwierigkeiten, die auch bei diesen Anlagen entstehen können. Voraussetzung sei immer die fundierte Windmessung und Analyse über einen längeren Zeitraum. Nur dann sei eine Kalkulation möglich. Solch eine Anlage solle sich in einem Zeitraum von 8 bis 12 Jahren amortisieren. Bei den derzeitigen Einspeisepreise für Windenergie sei allerdings nur die Eigennutzung sinnvoll.

In der sehr fachlich orientierten Fragerunde wurde deutlich, dass es sinnvoll sei, sich weiter mit dieser Art der Windenergieerzeugung zu beschäftigen. Christian Woelk und Rolf Eickmeier von der “Arbeitsgemeinschaft Zukunft für Lemgo” kündigten weitere Veranstaltungen dazu an. Vor allem sollten dann auch die Fragen zu den möglicherweise notwendigen Genehmigungsverfahren geklärt werden. Es wäre auch denkbar, dass die Stadtgebiete ermittelt würden, auf denen die Windausbeute im Jahresmittel für solche Anlagen ausreiche.

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Intelligente Energieerzeugung: Jeder kann mitmachen

Energiesparen und intelligente Nutzung regenerativer Energien – jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Ein intelligenter Mix ist auch im eigenen Haushalt möglich. Welche Rolle dabei kleine Windkraftanlagen spielen können, wird am Mittwoch, 18.05.2011 um 19.00 Uhr in einer Veranstaltung im “Stadtpalais” in der Papenstraße geklärt. Die “Arbeitsgemeinschaft Zukunft für Lemgo” hat dazu Werner Günnewich eingeladen, einen Experten vom K-Energieteam.

Die Energiewende muss so schnell wie möglich stattfinden. Das heißt: Weg von den in absehbarer Zeit zur Neige gehenden fossilen Energieträgern, die auch die Luft mit großen Mengen CO2 verunreinigen und den weltbedrohenden Klimawandel hervorrufen. Dass das Risiko der Atomkraft nicht beherrschbar ist, haben wir in Japan gesehen. Wir brauchen so schnell wie möglich eine intelligente Mischung unterschiedlicher regenerativer Energieerzeugungssysteme, Effizienzsteigerung und Energieeinsparungen.

Ein Beispiel: “Das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe (ISI) bestätigte, dass allein im Jahr 2004 elektrische Geräte in deutschen Haushalten und Büros im Stand-by-Zustand 18 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht haben. Das entspricht von der Leistung her zwei durchschnittlichen Atomreaktoren und damit laut ISI der gesamten Stromerzeugung durch Windkraft in Deutschland.” (Quelle: http://www.stern.de/wissen/natur/klimaschutz-bye-bye-stand-by-584677.html) Die aktuellen Zahlen sind heute noch deutlich höher.

Windenergie für jedermann?

Wie kann immer mehr Energie durch regenerative Energien erzeugt werden? Sonne und Wind hat jeder vor seinem Haus. Sonnenkollektoren sieht man schon recht häufig auf den Dächern. Ob sich auch der Wind mit kleineren Haus-Anlagen nutzen lässt, soll in einer Veranstaltung der “Arbeitsgemeinschaft Zukunft für Lemgo” geklärt werden.

Nutzungsmöglichkeiten, Funktionsweise und Kosten kleiner, sich vertikal drehender Anlagen werden von einem Fachmann vorgestellt. Die Veranstaltung findet am 18. Mai, um 19.00 Uhr im “Stadtpalais” (Papenstr. 24) in Lemgo statt.