Wie funktionieren die Finanzmärkte?

Warum wird die “Finanzindustrie” nach den Zockerkrisen und dem Fast-Zusammenbruch von 2008 eigentlich nicht stärker reguliert? Wieso werden Banken mit unvorstellbar hohen staatlichen Steuer-Mitteln gerettet, ohne dass im Gegenzug Regeln festgelegt werden und unnütze Tätigkeiten ganz unterbunden werden oder die Risiken des Scheiterns bei den Investmentbanken bleiben?

Robert Misik beschäftigt sich mit dieser Problematik in dem DGB-Magazin “Gegenblende” und beantwortet am Ende seines Textes die aufgeworfenen Fragen so:

“Haben Investmentbanken und andere Schattenbanken eine produktive Funktion für eine Volkswirtschaft (oder die globale Ökonomie)?

Nein, in ganz überwiegendem Maße nicht.

Wäre das Finanzsystem stabiler, würde man Marktkräfte wirken lassen?

Nein, endogene Kräfte im Finanzsystem führen notwendigerweise zu Instabilität.

Behindern Regulierungen die produktive Funktion des Finanzsystems?

Nein, sie stellen sie im Gegenteil gerade sicher.”

Auch einige deutsche Unternehmer melden sich zu Wort und fordern eine Neustrukturierung des Finanzsektors und eine Regulierung der Banken. Die SPD berichtet und zitiert aus dem HANDELSBLATT

Wirtschaftspolitischer Durchblick erwünscht?

Wer blickt angesichts riesiger Staatsschulden eigentlich noch durch? Wie kam es dazu? Wie können neue Krisen vermieden werden? Wieso muss der normale Steuerzahler ständig die Zeche zahlen? Wo sind die Politiker und ihre Parteien mit ihren immer noch zahlreichen Mitgliedern, die sich ernsthaft um Ursachenforschung bemühen? Und wo sind Journalisten, die nicht nur papageienhaft bestimmte Wirtschaftsinteressen bedienen? Damit aber niemand sagen kann, er habe nichts wissen können, hier eine Buchempfehlung. Heiner Flassbeck sagt: „Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts“ lässt sich als Analyse einer die demokratische Gesellschaft gefährdenden Wirtschaftspolitik lesen.

Hier eine Buchvorstellung und -kritik.